Wenn die Hitze bleibt
Tipps für Menschen und Tiere
- Temperaturen von über 30 Grad werden uns in den kommenden Tagen begleiten.
- Foto: Corri Seizinger / Stock.Adobe.com
- hochgeladen von Michael Thelen
Region (red). Die Region stellt sich auf mehrere sehr warme Tage ein: Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Zeit von Donnerstag, 18. Juni, bis Montag, 22. Juni 2026, vor einer anhaltenden Hitzewelle. Erwartet werden Tagestemperaturen von über 30 Grad. Dazu kommen sogenannte Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen.
Um gut durch die Hitze zu kommen, verweist die Stadt auf drei grundlegende Regeln. Erstens: die Hitze möglichst meiden. Direkte Sonne soll vermieden werden, ebenso Aufenthalte im Freien während der heißesten Tageszeit am Nachmittag. Körperliche Aktivitäten sollten in die frühen Morgenstunden verlegt werden.
Zweitens rät die Stadt, die eigene Wohnung kühl zu halten. Gelüftet werden sollte nur, wenn es draußen kühler ist als drinnen. Tagsüber soll direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.
Drittens geht es um den eigenen Körper: Kühlung und ausreichend Flüssigkeit sind entscheidend. Empfohlen werden luftige, helle Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie kühle Duschen oder Bäder. Zudem soll regelmäßig und ausreichend getrunken werden, um auch Elektrolyte auszugleichen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Menschen, die sich um hilfs- oder pflegebedürftige Personen kümmern. Sie sollten darauf achten, dass auch diese die genannten Regeln einhalten. Bei ungewöhnlichen gesundheitlichen Beschwerden wie Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen oder Erbrechen empfiehlt die Stadt, ärztlichen Rat einzuholen.
Trotz steigender Temperaturen bleibt ein weiterer Hinweis der Stadt bestehen: Vom Baden im Rhein wird ausdrücklich abgeraten. Gerade bei Hitze erscheine der Fluss verlockend. Großformatige Schilder an den Rheinufern in Beuel, Bonn und Bad Godesberg warnen jedoch vor den Gefahren: „Schwimmen Sie nicht im Rhein und lassen Sie Ihre Kinder nicht baden oder am Flussufer spielen. Durch Schiffe erzeugte Wellen und natürliche Strömungen können eine tödliche Sogwirkung haben."
Nicht nur Menschen, auch Tiere leiden unter der Hitze im Sommer – teils stärker als unter Kälte. Tierhalterinnen und Tierhalter sollten deshalb besonders aufmerksam sein. Entscheidend sind ausreichend Wasser, Schatten und saubere Haltung.
„Wasser, Schatten und das hygienische Reinhalten, zum Beispiel von Käfigen, sind das A und O in diesen heißen Tagen bei der Tierhaltung. Wir appellieren darum an alle Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer, alles zu tun, dass immer ein schattiger Platz, eine Möglichkeit zur Abkühlung und genügend Wasser zur Verfügung stehen, damit die Tiere vor der Hitze geschützt sind“,
betont Silvia Berger, Leiterin der Abteilung Tiergesundheit des Kreisveterinäramtes.
Gerade bei Käfigen kann mit einfachen Mitteln wie Sonnenschirmen oder dem Umstellen in den Schatten geholfen werden. Wichtig ist dabei, dass sich die Sonneneinstrahlung im Tagesverlauf verändert und schattige Plätze wandern. Auch kurze Einkäufe können zur Gefahr werden: Zurückgelassene Tiere in Autos sind schnell lebensbedrohlicher Hitze ausgesetzt.
Eine besondere Gefahr sind Hitzeschläge. Warnzeichen sind unter anderem starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit. Erste Hilfe besteht darin, das Tier in den Schatten zu bringen und langsam zu kühlen – zunächst an den Beinen, dann am Körper. Wasser sollte nur bei Bewusstsein angeboten werden. Anschließend ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen.
Auch Nutztiere wie Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen oder andere Tiere auf der Weide benötigen Schutz vor der Sonne sowie jederzeit ausreichend frisches Wasser. Reichen natürliche Schattenplätze nicht aus, müssen künstliche Möglichkeiten wie Sonnensegel geschaffen werden.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |