Kleines Volksfest, große Resonanz
Kirmestreiben mit Schörreskarrenrennen
- Lucas Fuchs voll konzentriert, galt es doch, genügend Wasser wieder mit ins Ziel zu bringen.
- Foto: Steimel
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Winterscheid. Schon seit Jahren trotzen die Winterscheider der allgemeinen Kirmesflaute. Sie sind alle zusammengerückt und feiern „ihre“ Kirmes im Schatten des Kirchturms - sehr erfolgreich. Eigentlich heißt die Kirmes Servatiuskirmes, nach dem Schutzheiligen der Winterscheider Pfarrkirche. An diesem Festwochenende war jedoch der Namenstag des Heiligen Laurentius - Vielleicht auch der Grund, warum kein feierliches Hochamt gefeiert wurde. Essen und Trinken wird von den Ortsvereinen geregelt. Ob Spießbraten, Kuchenbufett oder Weinlaube und Bierpilz - für jeden Geschmack ist gesorgt.
Gleich am Freitag geht es los mit dem Fassanstich, eine Aufgabe des Bürgermeisters. Es wäre der erste Fassanstich vom Winterscheider Neubürgermeister Matthias Jedich gewesen. Jedoch war sein Urlaub in dieses Wochenende verplant und so erfüllte diese Aufgabe sein Stellvertreter Jürgen Altwicker aus dem Hauptort Ruppichteroth - tadellos. Mit einer Happy Hour in der Cocktailbar zwischen 21 und 22 Uhr ging es dann weiter nachdem das Freibier alle war. In der Cocktailbar gab es dabei drei Cocktails oder Longdrinks zum Preis von zwei.
Den Samstagabend hatte man erstmals mit einer Live-Band aufgewertet. Ein kleines Risiko, aber ein großer Erfolg. Die „Foxseven“-Coverband aus dem benachbarten Wolperath und Heisterschoß hatte für Jung und Alt das richtige Repertoire im Gepäck. Hits der letzten 50 Jahre an einem warmen Sommerabend - was will man mehr, dazu ein frisch Gezapftes. Die Band bewegte sich aber nicht nur in der Oldie-Schublade, aktuelle Kölsche Hits gehörten auch zu dem sehr gelungenen Auftritt. Der Kirmesplatz war mit dem klassischen Ambiente einer Dorfkirmes bestückt. Ob Schießbude, Dosenwerfen oder zwei kleine Kinderkarussells, es war für Kurzweil gesorgt, am Sonntag ergänzt durch einen Trödelmarkt. Zelte sorgten für genügend schattige Plätze.
Der Höhepunkt war dann am Sonntagabend das traditionelle Schörreskarrenrennen mit Teilnehmern vom Heimatverein, TuS Winterscheid, Männergesangverein, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Kegelclub „Rollen nicht Werfen“. Auf der Hauptstraße war ein Laufparcours installiert. Auf einer Schörreskarre (alte einrädrige Holzschubkarre) wurde ein Strohballen transportiert, darauf ein angeschraubter Eimer. In diesen stellte der Läufer einen mit 8 Liter Wasser gefüllten zweiten Eimer und auf Kommando ging es los. Der Parcours hatte kleine Hindernisse die dafür sorgten, dass Wasser verloren ging. Am Wendepunkt der Laufstrecke musste noch ein Farbenrätsel mittels bunter Bauklötzchen gelöst werden und dann mit Vollgas zur Ziellinie. Dort wurde die Zeit gestoppt und das verbliebene Wasser gewogen.
Letztlich gingen drei Läufer ins Finale welches zum Ergebnis hatte, das Platz zwei und drei (Joshi Tschense vom Heimatverein und Michael Hupperich von der Freiwilligen Feuerwehr) Zeit- und Wassermengenmäßig gleich auf waren. Platz eins und den Siegerpokal sicherte sich Lukas Fuchs vom Kegelclub „Rollen nicht Werfen".
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth |