Weltblutspendetag
Blutspendedienste sehen dramatischen Engpass

Anlässlich des Weltblutspendetages schlagen Blutspendedienste wie das DRK Alarm.
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  • Foto: Marius Becker/dpa/Symbolbild
  • hochgeladen von Düster Volker

Die Corona-Pandemie hat zu einem deutlichen Rückgang bei den Blutspenden geführt. Blutspendedienste blicken mit Sorge auf die Sommerferien und schlagen anlässlich des Weltblutspendetags Alarm.

Vor dem Weltblutspendetag an diesem Dienstag hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) einen akuten Mangel an Blutspenden beklagt. «Die Lage ist wirklich dramatisch», sagte der Sprecher des DRK-Blutspendediensts West, Stephan David Küpper. «Unsere Bestände liegen nur noch knapp über dem, was wir pro Tag eigentlich brauchen.»

DRK muss Versorgung der Kliniken kürzen

Kritisch sei es vor allem bei den Blutgruppen «0 negativ» und «A positiv». Hier habe das DRK die Versorgung der Kliniken um die Hälfte kürzen müssen. Doch auch bei den anderen Blutgruppen sei die rote Linie nahezu überschritten. Das DRK deckt nach eigenen Angaben 75 Prozent des Blutbedarfs der Krankenhäuser in NRW.

Es sei ungewöhnlich, dass ein solcher Engpass bereits vor den Sommerferien eintrete, in denen die Blutspendebereitschaft traditionell niedrig sei.

Auch Corona sorgt für Mangel

Einen Grund sieht Küpper in der Lockerung der Corona-Maßnahmen: «Die Menschen sind im Moment sehr mobil und haben etwas anderes im Kopf als Blut zu spenden.» Außerdem seien viele der regelmäßigen Spendetermine in Firmen, die wegen der Pandemie ausgefallen seien, noch nicht wieder in gewohnter Form angelaufen.

«Die Corona-Pandemie hat zu zusätzlichen bundesweiten Engpässen insbesondere außerhalb der bekannten schwierigen Versorgung in Ferienzeiten geführt», sagte auch der Leiter des Blutspendedienstes an der Uniklinik Bonn, Johannes Oldenburg. Ein ausreichender Vorrat an Blutkonserven sei nicht nur für akute Notfälle lebenswichtig, sondern auch für die Behandlung von Frühgeborenen und Krebspatienten. Oldenburg dankte allen Spendern für ihr Engagement: «Blutspenden ist gelebte Solidarität.»

(vd)  /  © dpa-infocom, dpa:220613-99-642023/2

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RAG - Redaktion

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