Memorial-Konzert
Auf einmal war die Welt wieder lila

Stefan (l.) und Christoph Ludwig von der Kultband „Dosenmilch“ erinnern sich gerne an ihren ehemaligen Bandkollegen „Gonzo“ Guido Breuer. Ihm zu Ehren und anlässlich seines 15. Todestages organisierten sie das Memorial-Konzert. | Foto: Herkenrath
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  • Stefan (l.) und Christoph Ludwig von der Kultband „Dosenmilch“ erinnern sich gerne an ihren ehemaligen Bandkollegen „Gonzo“ Guido Breuer. Ihm zu Ehren und anlässlich seines 15. Todestages organisierten sie das Memorial-Konzert.
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Eitorf. Es hat 16 Jahre gedauert, bis die Fans der legendären Eitorfer Kultband „Dosenmilch“ Ende April ihre Musiker wieder einmal live erleben durften. Der Anlass für das Konzert war jedoch eher trauriger Natur: Vor genau 15 Jahren, am Tag des Konzerts, verstarb der Sänger der Band, „Gonzo“ Guido Breuer.

Die Rockband wurde 1987 von „Gonzo“ Breuer gegründet. Ein Jahr später stieß der heutige Gitarrist Christoph Ludwig dazu. Mit wechselnder Besetzung spielten sie sich durch viele Säle der Gegend.

Ihre rockigen Melodien mit durchaus provokanten deutschen Texten begeisterten das Publikum und sorgten schnell für eine große Fangemeinde. Dazu gehörte sogar der ehemalige deutsche Arbeitsminister Norbert Blüm. Mit ihm drehten die Rocker ein Video zu ihrem legendären Song „Rock ’n’ Roll-Minister“. Den Kontakt zu dem Minister stellte der damalige Manager der Band her, der durch seine Tätigkeit bei der Flugbereitschaft der Bundesregierung Zugang zu Regierungspolitikern hatte. Das Musikvideo verbreitete sich rasend schnell, doch schließlich griff die damalige Bundesregierung ein: Der Minister musste im Video unkenntlich gemacht werden. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings bereits die Presse auf den Song und die Band aufmerksam geworden. Und auch das Internet „vergisst“ bekanntlich nichts, sodass der Clip auch heute noch im Netz zu finden ist. „Dosenmilch“ konnte sich 64 Wochen lang in den WDR-Charts behaupten und sich dabei lange auf den ersten Plätzen halten.

Im Jahr 1998 trennten sich die Musiker einvernehmlich und spielten nur noch sporadisch zusammen. 2010 gab die Band noch zwei ausverkaufte letzte Konzerte. Dies sollten die letzten mit dem Frontmann „Gonzo” sein, der nur ein Jahr später verstarb.

Danach gab es nur noch vereinzelte kleine Auftritte anlässlich von Geburtstagen ehemaliger Bandkollegen. Anlässlich eines solchen Geburtstagsauftritts wurde die Idee geboren, den verstorbenen Sänger mit einem Memorialkonzert zu ehren. Die Brüder Christoph und Stefan Ludwig, der zwischenzeitlich den Sänger ersetzt hatte, organisierten daraufhin das Event.

Als die ersten Plakate kurz vor Weihnachten aufgehängt wurden, waren innerhalb von vier Wochen alle 650 Karten verkauft - damit hatte niemand gerechnet.

Vor ausverkauftem Haus im Alzenbacher Schützenhof spielte die Band 20 Stücke aus ihrem Repertoire mit folgender Besetzung: Stefan Ludwig (Gesang), Christoph Ludwig (Gesang und Rhythmusgitarre), Jens Herweg (Gesang und Leadgitarre), Piero Di Martino (Bass) und Ralf Feller (Schlagzeug und Gesang). Als Background-Chor sorgten Arlene Tillmanns, Melanie Mittler und Rieke Perez für die nötige Unterstützung.
Das Publikum bestand dabei nicht nur aus den Jahrgängen der Musiker, sondern war durchaus gemischt. Aber immer wieder war zu hören: „Ach, genau wie früher.“ Es herrschte eine Stimmung wie auf einer großen Party mit vielen alten Bekannten und Freunden.

Wer nicht zum Zuge kam oder Dosenmilch noch einmal hören möchte, hat dazu beim Pfingstsportfest des SV Höhe am 24. Mai ab 20 Uhr Gelegenheit. Aber auch in Eitorf ist die „lila Kultband“ noch einmal zu hören: Sie spielt am 7. August ein Open-Air-Konzert mit freiem Eintritt auf dem Marktplatz.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Stefan Herkenrath aus Eitorf

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