Arbeitslosenzahlen vom Juli
Kerpen hat die höchste Quote
- Bewerbungsunterlagen auf dem Schreibtisch, die Jobsuche im Blick: Im Rhein-Erft-Kreis waren Ende Juli 17.646 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,6 Prozent auf dem Niveau des Vormonats.
- Foto: Montserrat Manke/ki-generiert mit Copilot
Brühl/Rhein-Erft-Kreis. Die Sommerferien hinterlassen ihre Spuren auf dem Arbeitsmarkt im Kreisgebiet. Ende Juli waren 17.646 Menschen arbeitslos gemeldet - 65 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,6 Prozent.
Nach Angaben der Agentur für Arbeit Brühl zeige sich damit die für die Ferienzeit typische Entwicklung. Vor allem junge Menschen nach Schulabschluss oder Ausbildungsende suchten im Juli den Einstieg ins Berufsleben.
Gleichzeitig wurden 58 weniger neue Stellen als noch im Juni gemeldet: 486. Der Bestand an offenen Stellen stieg dagegen leicht auf 3.270.
Hinter der insgesamt stabilen Entwicklung verbergen sich deutliche Unterschiede zwischen den Städten. Besonders stark stieg die Zahl der Arbeitslosen in Kerpen. Dort waren 2.669 Menschen ohne Job, 58 mehr als im Juni. Auch in Erftstadt (+41 auf 1.422) und Hürth (+22 auf 2.288) nahm die Arbeitslosigkeit zu. In Wesseling wurden 1.783 Arbeitslose gezählt, neun mehr als im Vormonat.
Anders verlief die Entwicklung in mehreren Nachbarstädten. In Brühl sank die Zahl der Arbeitslosen um 32 auf 1.716. Auch Frechen verzeichnete mit 1.923 Arbeitslosen einen Rückgang um 19 Personen. In Elsdorf waren 728 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 28 weniger als im Juni. Die höchsten Arbeitslosenquoten weisen weiterhin Bergheim mit 8,6 und Wesseling mit 8,0 Prozent auf.
Die niedrigsten Quoten wurden in Pulheim (4,9) sowie in Erftstadt mit 5,4 Prozent registriert. Für Bedburg und Elsdorf liegt keine Quote vor, da dort weniger als 15.000 Erwerbstätige registriert sind.
Für Jugendliche bestehen nach Einschätzung der Arbeitsagentur weiterhin Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Kreisweit waren Ende Juli noch 931 junge Menschen unversorgt, gleichzeitig waren 791 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.
Die Agentur rechnet damit, dass nach den Sommerferien wieder mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt kommt und offene Stellen häufiger besetzt werden können.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |