Orbachleuchten
Licht in dunklen Zeiten
- Auch in diesem Jahr sollen wieder zahlreiche Fackeln den Orbach beim fünften Orbachleuchten in Swisttal-Odendorf in warmes Licht tauchen. Die Aktion erinnert an den Zusammenhalt nach der Flutkatastrophe von 2021 und setzt ein stilles Zeichen der Gemeinschaft.
- Foto: Archivfoto: N. Brincks
Odendorf (red). Am Samstagabend, 18. Januar, wird der Orbach in Swisttal-Odendorf bereits zum fünften Mal von Fackeln erleuchtet. Entlang der Orbachstraße tauchen ab 18 Uhr mehr als 60 Lichtquellen den Bachlauf in warmes Licht. Das Orbachleuchten hat sich seit seiner Entstehung nach der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 zu einem festen Termin entwickelt, der an Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung erinnert.
Initiiert wurde die Aktion von der Odendorferin Ilona Wehrmann. Entstanden aus dem Wunsch nach einem gemeinsamen Zeichen in schwieriger Zeit, ist das Orbachleuchten heute ein stilles Treffen für Menschen aus dem Ort und der Umgebung. „Es geht nicht um große Worte oder Taten, sondern darum, gemeinsam zu erleben und zu spüren, was uns verbindet“, sagt Wehrmann. Die Fackeln stünden dabei nicht nur für Erinnerung, sondern auch für Hoffnung und Leben.
Unterstützt wird das Orbachleuchten erneut von der Johanniter-Hochwasserhilfe. Bereits ab 17 Uhr werden im Hof des alten Klosters an der Orbachstraße kostenlose warme Getränke ausgegeben. Raum für Gespräche, Erinnerungen und Austausch ist ausdrücklich Teil des Konzepts.
Ein festes Programm gibt es bewusst nicht. Vielmehr lebt das Orbachleuchten von spontanen Beiträgen der Teilnehmenden, etwa durch Musik, Texte oder kleine kreative Gesten. So wird der Orbach nicht nur durch Fackeln, sondern auch durch persönliches Engagement erhellt. Zugleich könnte die Veranstaltung 2026 eine der letzten dieser Art sein, da geplante bauliche Veränderungen am Bachlauf künftige Auflagen erschweren könnten.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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