Schockanrufe
Betrügern Schmuck und Geld übergeben

Foto: Volker Düster

Gummersbach/Engelskirchen. Schockanrufe bei Senioren in Engelskirchen und Lantenbach - einmal ergaunern sie Schmuck und Geld im fünfstelligen Bereich, einmal wurden die Senioren gerade noch misstrauisch.

Gummersbach. Ein 85-Jähriger aus Gummersbach-Lantenbach erhielt zur Mittagszeit am 24. Juni (Mittwoch) einen Anruf eines angeblichen Staatsanwalts des Gummersbacher Amtsgerichts. Der Anrufer berichtete von einem schweren Verkehrsunfall, den die Tochter des Seniors verursacht haben soll. Nun werde eine Kaution benötigt, um die Festnahme der Tochter zu verhindern. Kurz darauf rief dann eine vermeintliche Polizistin an, und bestätigte das Unfallgeschehen.
Es wurde eine Übergabe für 18 Uhr vereinbart und das Gespräch durch die Betrüger, über Stunden, bis zum Übergabezeitpunkt aufrechterhalten. Um 18 Uhr erschien dann, wie telefonisch besprochen, ein Kurier an der Haustür des 85-Jährigen. Der Gummersbacher übergab dem Unbekannten Bargeld und Schmuck mit einem geschätzten Wert im unteren fünfstelligen Bereich.

Der Abholer wird als ca. 1,70 m-1,75 m groß, ca. 25-27 Jahre alt und von europäischem Erscheinungsbild beschrieben. Er sprach akzentfreies Deutsch und trug Turnschuhe.

Engelskirchen. Weniger Erfolg hatten die Betrüger am Mittwoch (24. Juni) in Engelskirchen.
Gegen 11 Uhr nahm eine 79-jährige Engelskirchenerin den Anruf einer vermeintlichen Ärztin eines Krankenhauses in Köln entgegen. Diese berichtete, dass der Sohn der Rentnerin eingeliefert wurde und nun ein lebensnotwendiges Medikament aus der Schweiz benötigen würde. Für das Medikament würde eine sechsstellige Summe benötigt. Die Engelskirchenerin und ihr 82-jähriger Ehemann fuhren daraufhin zu ihrer Hausbank und waren gerade dabei, den geforderten Betrag aus dem Schließfach zu nehmen, als sie skeptisch wurden und einen Betrug vermuteten. Ein Anruf im Kölner Krankenhaus brachte Gewissheit - der Sohn der Eheleute war nicht eingeliefert worden.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Gummersbach unter der Telefonnummer 02261
8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de
entgegen.

Redakteur/in:

Beate Pack aus Oberberg

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