Beethoven-Tag 2026
Marktplatz wird zur Bühne
- Die Besucher genossen ein abwechslungsreiches Programm auf dem Münster-Platz.
- Foto: jld
Bonn (red). Der Bonner Marktplatz ist zur großen Bühne für Beethoven geworden. Mehr als 5.000 Besucher kamen nach Angaben der Bürger für Beethoven zum 4. Bonner Beethoven-Tag. Der Verein hatte das ganztägige Musikprogramm ausgerichtet, an dem mehr als 200 Musiker unterschiedlicher Stilrichtungen beteiligt waren.
Vereinsvorsitzender Stephan Eisel sprach von einem großen Zuspruch. „Über 200 Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen und viele Persönlichkeiten aus der Stadtgesellschaft haben gemeinsam den größten Sohn der Stadt gefeiert. So sieht eine lebendige Beethovenstadt aus“, sagte er.
Musik von Klassik bis Jazz
Eröffnet wurde das Programm von Oberbürgermeister Guido Deus und dem Kinder- und Jugendchor des Theaters Bonn unter der Leitung von Ekaterina Klewitz. Danach folgten jeweils rund 15-minütige Auftritte aus Klassik, Rock, Pop, Folk und Jazz.
Mit dabei waren verschiedene Musiker des Beethoven Orchester Bonn, die Pianisten Susanne Kessel, Markus Schimpp und Marcus Schinkel mit seinem Partner Reiner Witzel am Saxophon. Auch die Preisträger des Jugendwettbewerbs Beethoven Bonnensis, Akichika Yukawa und Christian Thiesen, wirkten am Programm mit.
Besondere Akzente setzten das Bonner Saxophon-Ensemble, das Gitarristen-Duo Ismael de Barcelona und Thomas Monnerjahn, das Trio Ukraina, die Cover-Band Phine Knipp und die Bönnsche Pänz unter der Leitung von Joe Tillmann. Zum Abschluss spielte die Bigband der Deutschen Telekom unter der Leitung von Michael Gesell.
Stadtgesellschaft beteiligt
Der Beethoven-Tag war nicht nur musikalisch breit aufgestellt. Auch Vertreter der Bonner Stadtgesellschaft waren beteiligt. In Interviews kamen Generalmusikdirektor Dirk Kaftan, der Generalintendant des Theater Bonn Bernhard Helmich, Beethovenfest-Intendant Steven Walter, der Intendant des Jungen Theaters Bonn Moritz Seibert sowie der Orchesterdirektor des Bundesjugendorchesters vom Deutschen Musikrat, Sönke Lentz, zu Wort.
Weitere Unterstützung kam unter anderem vom altkatholischen Bischof Matthias Ring, Superintendent Dietmar Pistorius, Pfarrer Dirk Baumhof vom Bonner Münster, der Vorsitzenden des Stadtsport-Bundes Ute Pilger, IHK-Präsident Stefan Hagen, MdB Hendrik Streeck, der Direktorin des Macke-Hauses Friederike Voßkamp sowie der designierten Bonna Petra Schoenen und dem Vizepräsidenten des Festausschusses Bonner Karneval, Mirko Feld.
Verein sieht Aufgabe bei der Stadt
Stephan Eisel zeigte sich erfreut über den Zuspruch, verband seine Bilanz aber auch mit Kritik. Eigentlich sei es Aufgabe der Stadt, einen solchen Beethoven-Tag auszurichten. „Weil Stadtverwaltung und Rat dabei seit Jahren nicht in die Gänge kamen, haben wir als Bürger die Sache in die Hand genommen, damit auch wirklich etwas passiert. Es wäre schön, wenn man sich auch im Stadthaus der Verantwortung für den größten Sohn der Stadt stärker bewusst wird“, sagte Eisel.
Die Bürger für Beethoven verweisen auf 1.700 Mitglieder. Der Verein bezeichnet sich als größter ehrenamtlich geführter und selbstständiger Verein in Bonn und der Region. Auch beim Beethoven-Tag habe es wieder Neueintritte gegeben.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |