Beim Hochwasserschutz sind sich alle einig
Investitionen in den Hochwasserschutz

Mit solchen mobilen Hochwasserwänden will Eitorf zum Beispiel Überflutungen durch den Eipbach wie 1970 künftig verhindern.
  • Mit solchen mobilen Hochwasserwänden will Eitorf zum Beispiel Überflutungen durch den Eipbach wie 1970 künftig verhindern.
  • Foto: Harald Röhrig

Rhein-Sieg-Kreis. Wenn Starkregen fällt, dann kann das zu schweren Schäden und Katastrophen führen. Das mussten bei den Unwettern im vergangenen Sommer unter anderem die Kommunen auf der linken Rheinseite sowie an der Ahr erleben.

Um solchen Katastrophen vorzubeugen oder sie zumindest abzuschwächen, will der Kreistag eine Starkregenkarte für sein gesamtes Gebiet erarbeiten. Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Landwirtschaft sprach sich jetzt einstimmig dafür aus, im Nachtragshaushalt für dieses Jahr 200.000 Euro und für den Etat 2024 noch einmal 200.000 Euro vorzusehen. An die Kommunen, die bereits Aufträge für eine kommunale Gefahrenkarte erteilt haben, sollen Gelder erstattet werden.

Wie das Kreisamt für Umwelt und Naturschutz aufzeigte, werden häufig kleine Rinnen und Kleinstgewässer in Wohngebieten in Rohre gezwängt oder eingeengt, was meist zu einem schnelleren Abfluss und Verstopfungen führt. Dadurch werden in den Siedlungen viele Wohnhäuser bei extremem Starkregen überflutet. Das wiederum könnte nach Ansicht des Amtes verhindert werden durch die Beseitigung der Engstellen und Verbauungen.

Zunächst soll der Umfang der Problemstellen festgestellt werden. Mit Hilfe von zwei Bächen in Alfter hat die Verwaltung rund 3.300 Missstände an Kleingewässern im Kreis hochgerechnet. Von denen müssten rund 650 hochwassergefährliche Missstände beseitigt werden. Deshalb soll die Untere Wasserbehörde personell verstärkt werden. Im Nachtragsetat sollen außerdem zwei zusätzliche Stellen für die Gewässeraufsicht bei der Unteren Wasserbehörde finanziert werden, die vor allem in den von Unwettern betroffenen linksrheinischen Kommunen eingesetzt werden. Für die CDU lobte Monika Grünewald die Arbeit der Verwaltung. Jetzt müsse die Landesförderung für das Projekt beantragt werden. Oberstes Gebot sei aber, dass es zu keinen Verzögerungen kommen dürfe. Werner Albrecht (SPD) freute sich, dass auch die CDU aufs Tempo drücke. In Swisttal oder Wachtberg hätte man viel verhindern können, wenn eine solche Untersuchung im vergangenen Jahr schon vorlegen habe. Das Gesamtkonzept hielt auch Dr. Arnd Kuhn (Grüne) für sehr wertvoll. Vorsitzender Dr. Josef Griese (CDU) forderte, dass es schnellst möglich umgesetzt wird und hielt auch eine Sondersitzung des Ausschusses für möglich.

Redakteur:

Harald Röhrig aus Siegburg

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