Verwertungsprobleme
Großes Problem mit Altkleidercontainern
- Lose Schuhe, Kleidungsstücke und oft auch anderer Müll liegt an vielen Stellen neben den Altkleidercontainern.
- Foto: Bracker
Rhein-Sieg-Kreis. Die derzeitige Krise auf dem Altkleidermarkt sorgt in vielen Städten für überfüllte und teils ungeleerte Altkleidercontainer. Ursache sind unter anderem ein gestiegenes Sammelaufkommen, ein hoher Anteil nicht mehr verwertbarer Textilien, Fehlwürfe von bis zu 40 Prozent – also Kleidung oder andere Gegenstände, die nicht in den Container gehören und dort nicht verwertet werden können – und ein schleppender Absatz der Sammelware: Die gesammelten Altkleider lassen sich derzeit nur schwer weiterverkaufen.
Auch im Rhein-Sieg-Kreis mussten in einigen Städten und Gemeinden Standorte aufgegeben werden. Hinzu kommen Insolvenzen und wirtschaftliche Schwierigkeiten einzelner Verwertungsunternehmen, wodurch einige Altkleidercontainer nicht mehr geleert werden können.
Wie die Rhein-Sieg-Abfall-Gesellschaft (RSAG) mitteilt, gilt für die Standorte, die die RSAG in Kooperation mit der AWO betreibt, Entwarnung: Sowohl die Leerung als auch das Aufstellen und Betreiben der Container erfolgen weiterhin zuverlässig.
Dennoch spürt auch die RSAG die Auswirkungen der angespannten Marktlage: Das Sammelaufkommen steigt, ebenso wie Fehlwürfe und wilder Müll an den Containerplätzen.
Sollte ein Container nicht mehr geleert werden, liegt die Verantwortung bei den jeweiligen Eigentümern oder Organisationen. Die RSAG kann hier im Einzelfall unterstützen, wenn dies möglich ist.
Nur in den Container einwerfen
Damit gespendete Kleidung verwertbar bleibt und die Standorte sauber bleiben, sollten keine Säcke oder losen Kleidungsstücke neben den Containern abgestellt werden. Dennoch kommt es derzeit auch an RSAG-Standorten vermehrt zu Vermüllung.
Ein Grund: Durch weggefallene Standorte anderer Betreiber weichen Bürger auf verbliebene Sammelplätze aus.
Die RSAG bittet daher, Altkleider nur in die dafür vorgesehenen Container einzuwerfen – und nur, wenn dort noch ausreichend Platz ist. Kleidung, die daneben abgestellt wird, wird schnell unbrauchbar, verschmutzt das Umfeld und muss kostenpflichtig entsorgt werden.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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