Im Hinterwald ist die Hölle los
Dreitägiges Festivalspektakel

Schon der gemeinsame Auftritt von „Kärbholz“ mit dem Bröltaler Musikverein sorgte bei den Gästen für die richtige „Betriebstemperatur“. | Foto: Steimel
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  • Schon der gemeinsame Auftritt von „Kärbholz“ mit dem Bröltaler Musikverein sorgte bei den Gästen für die richtige „Betriebstemperatur“.
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Ruppichteroth/Windeck-Rosbach. „Im Hinterwald ist die Hölle los“, so lautete die Ankündigung und ja, in Rosbach war die Hölle los am Freibad, an den Sportanlagen auf dem Festivalgelände der Gruppe „Kärbholz“.

Insgesamt zwölf Deutsch-Rock-Bands heizten mehr als 7.000 Besuchern über zwei Tage ein. Viele nutzten die Festival-Tage zum Camping auf ausgeschilderten Wiesen - ein Kurzurlaub der besonderen Art. Das Campen zeigte jedoch eindeutige Spuren und erinnerte stark an Bilder, die man sonst vom Festival in Wacken kennt - wo „Kärbholz“ in diesem Jahr übrigens auch noch am 1. August auftritt. Doch mit Hilfe der umliegenden Bauern und deren Traktoren konnte jedes Auto geborgen werden und die Wiesen waren bereits mit Ende des Festivals wieder sauber und geebnet.

Deutsch-Rock-Fans sind hart gesotten, das haben sie einmal mehr bewiesen. Sie waren aus der ganzen Republik angereist, viele Dialekte waren zu hören. Die Anwohner der unmittelbaren Nachbarschaft und auch die Einsatzkräfte von Polizei und DRK hatten keinerlei Probleme oder Mängel an dieser Veranstaltung. Viele Rosbacher sind inzwischen stolz auf dieses Event, fand es doch bereits zum 15. Mal statt. Der Umzug damals aus Ruppichteroth war der Logistik geschuldet, die Gegebenheiten am Rosbacher Freibad inklusive der Sportanlage sind ideal und die Mithilfe und Unterstützung der Spielvereinigung Rosbach ist eine sichere Bank.

Auch bei dieser Musikrichtung gibt es reichlich, gut hörbare unterschiede. Zwölf Bands wechselten reibungslos ihre Plätze auf der Bühne, man war immer im Zeitplan. Ältere Semester erfreuten sich an Klängen von „Rebell Tell“, jüngere wiederum mit „Vollgas Rock´n Roll“ - so wie sich „Kärbholz“ selber sieht. Kontrastreich war es zudem, denn die Kärbhölzer hatten auch die befreundete Ruppichterother Blasmusik eingeladen. Zünftig in Dirndl und Lederhose spielten sie an beiden Tagen den Auftakt, ehe es dann richtig laut und hart wurde. Der Auftakt am zweiten Tag war sogar ein gemeinsamer musikalischer Auftritt der „Hölzer“ mit der Blasmusik, eine gelungene Überraschung für einige, ein ganz neuer Sound für alle. Jeder Tag endete mit einer energiegeladenen Show der Gastgeber, die unter frenetischem Jubel ihrer Anhänger bis Mitternacht die Bühne rockten.

Legendär für alle Besucher sind die zusätzlichen Events in den Hinterwaldstuben. Ein kompletter Zelttrakt ist hier für die jeweiligen After Show-Partys sowie einen zünftigen Frühschoppen hergerichtet. Hier können die Besucher hautnah mit den Musikern feiern. Am Eingang zum Festivalgelände gab es erneut Neuheiten vom Motorsägenschnitzer Marc Rode (www.naturwerk-windeck.de), unzählige Fotos wurden hier gemacht. Alleine 160 Vereinshelfer sorgen für den reibungslosen Ablauf dieser Mammutveranstaltung. Mehr als 60 mobile Toiletten standen für Besucher und Camper bereit inklusive mobiler Waschtische.

Für die Kärbhölzer stehen weitere Festivals auf dem Terminkalender, der Herbstkalender ist voll und erstreckt sich über die Schweiz nach Österreich sowie quer durch die Republik. „Kärbholz“ existiert bereits im 22. Jahr. In dieser Zeit wurden zahlreiche Studioalben aufgenommen. Die Terminierung für das nächste „Heimspiel“ in Rosbach ist ebenfalls fix, vom 27. bis 29. Mai 2027 wird erneut am Freibad angerichtet.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth

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