Energie vom eigenen Dach
Die Ertragspotenziale von Photovoltaik
- Der durchschnittliche PV-Ertrag in Deutschland reichte 2025 annähernd für eine dreiköpfige Familie inklusive Wärmepumpe und E-Auto. Foto: DJD/E.ON/Malte Braun
- hochgeladen von Angelika Koenig
(djd). Ein zentraler Hebel zu mehr Unabhängigkeit bei der Energieversorgung liegt im eigenen Zuhause – genauer gesagt auf dem Dach: Photovoltaik-Anlagen (PV) ermöglichen es, Strom selbst zu erzeugen und damit nicht nur Energiekosten zu senken, sondern auch unabhängiger von Energieimporten zu werden. Mit Wärmepumpe und E-Auto gewinnt Photovoltaik im Zuge der Elektrifizierung von Heizung und Mobilität zudem weiter an Bedeutung. Die Potenziale sind beachtlich: Eine durchschnittliche private PV-Anlage konnte laut einer E.ON Analyse im Jahr 2025 fast 10.400 Kilowattstunden (kWh) Strom gewinnen – das reicht annähernd, um den Jahresbedarf einer dreiköpfigen Familie in einem neueren Einfamilienhaus inklusive Wärmepumpe und E-Auto zu decken. Sonniger Spitzenreiter war 2025 das Saarland mit einem Energieertrag von fast 11.000 kWh Strom pro durchschnittlicher Einfamilienhaus-Solaranlage.
Sinnvolles Duo: Photovoltaik und Batteriespeicher
Wer sich für die solare Energiegewinnung interessiert, sollte gut planen. Denn entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist heute nicht mehr die größtmögliche PV-Anlage, sondern eine, die auf den eigenen Verbrauch zugeschnitten ist. Tipp: Dabei auch an einen zukünftig steigenden Verbrauch durch E-Auto oder Klimatisierung fürs Zuhause denken. Der Großteil der Photovoltaik-Kunden entscheidet sich heute bereits für eine Anlage mit Solarspeicher, um eine hohe Eigennutzung zu erzielen: Mit Speicher lässt sich der Solarstrom auch dann noch im Haushalt verwenden, wenn die Sonne nicht scheint. Filip Thon, CEO von E.ON Deutschland, sagt dazu: „Immer mehr Solar-Haushalte verfügen über Batteriespeicher, E-Auto oder Wärmepumpe. Diese Geräte sollten die Menschen smart steuern. Das ist nicht nur gut für das gesamte Energiesystem, die Haushalte profitieren dadurch auch finanziell.“
Flexibilität zahlt sich finanziell aus
Doch welcher Stromtarif passt dazu? Risikoaffine Menschen können sich für dynamische Tarife entscheiden. Diese sind direkt an die Strombörsenpreise gekoppelt und ändern sich viertelstündlich. Eine Alternative für Sicherheitsbewusste sind Festpreistarife mit einem Flexibilitätsbonus, die einige Energieversorger wie E.ON anbieten. Dabei wird der Stromverbrauch von Batterie, Elektroauto und Wärmepumpe durch ein smartes, hauseigenes Energiemanagementsystem optimiert, indem automatisch zu nachfragearmen Zeiten, etwa in der Nacht, Strom aus dem Netz geladen wird. „Solche Lösungen sind eine wichtige Alternative zu dynamischen Tarifen. Sie schaffen Flexibilität fürs Energiesystem und bringen damit die Energiewende einen großen Schritt voran – ohne das Risiko viertelstündlich schwankender Preise für die Haushalte“, sagt Filip Thon.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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