NABU Oberberg
Neue Satzung und Diskurs mit der Politik
- Die Feldlerche ist mittlerweile sehr selten im Oberbergischen.
- Foto: RJacobs
Oberberg. 33 Mitglieder nahmen im Rahmen der Jahreshauptversammlung des NABU Oberberg im Roten Haus an Schloss Homburg den Vorstandsbericht entgegen: Claus Wittke und Sarah Hanuschik berichteten über die Aktivitäten des NABU Oberberg, seiner Arbeitskreise und Ortsvereine.
Vorstandsmitglied Claus Wittke betonte, dass dem Naturschutz derzeit der Wind ins Gesicht bläst. „Aus allen politischen Richtungen ist von Beschleuni-gung und Wirtschaftsförderung die Rede. Umwelt- und Naturschutz geraten ins Hintertreffen, obwohl die Roten Listen und die Klimaextreme uns allen deutlich zeigen, dass jetzt etwas getan werden muss.“
Der Naturschutzbund (NABU) Oberberg ist im Diskurs mit der Politik und der Landwirtschaft und sieht sich für die anstehenden Debatten gut aufgestellt. „Auf vielen Feldern wirken wir am Naturschutz - beim Schutz der Magerwiesen und Moore, bei der Hilfe für wandernde Amphibien, bei Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse und so weiter. Damit müssen wir weitermachen und die Menschen überzeugen“, so Wittke.
Satzung
Einer der Schwerpunkte der Sitzung waren die Beratungen über die neue Satzung des Vereins. Rudolf Hillen stellte den Satzungsentwurf vor: „Mit der neuen Satzung gibt sich der Verein neue, moderne Vorgaben. Sie ermöglicht beispielsweise Einladungen an die Mitglieder via E-Mai, virtuelle Treffen oder die Homepage des Vereins als offizielles Informationsmedium. Klare Regelungen garantieren Trans-
parenz und Rechtssicherheit.“ Die neue Satzung wurde ein-stimmig beschlossen.
Finanzen
Finanziell steht der Naturschutzbund Oberberg auf soliden Füßen. Schatzmeister Rudolf Hillen teilte mit, dass die Mitgliedsbeiträge fast unverändert auf hohem Niveau sind. Großprojekte wie der Schutz artenreicher Wiesen durch die Heuvermarktung werden weiterhin mit Unterstützung des Oberbergi-schen Kreises finanziert. Für die zahlreichen Ausgaben der Naturschutz- und der Jugendarbeit werden die Spenden der Förderer des NABU Oberberg benötigt. „Aufgrund des hohen Spendenaufkommens in 2024 konnten wir das Jahr mit einem kleinen Überschuss abschließen“, so Hillen.
Zukunftspläne
Für die Zukunft hat sich der NABU Oberberg neue Themen vorgenommen: „Wir wollen zumBeispiel zeigen, wie das Oberbergische eine Vorbildregion zur Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur werden könnte. Da hätte das Oberbergische viel auf den Tisch zu legen wie guten Vertragsnaturschutz und Ausbaupotenzial bei mageren Flachland-Mähwiesen“, sagt Vorstandsmitglied Michael Gerhard.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |