Ein Wegweiser der Freundschaft
Sichtbare Verbundenheit
- Bürgermeister Dirk Breuer und sein ukrainischer Amtskollege Oleksandr Zozulya enthüllten gemeinsam das Peremyschljany-Straßenschild.
- Foto: Stadt Hürth/Giuseppe Piliero
Mit der feierlichen Enthüllung eines Straßenschildes hat die Stadt Hürth die neue Peremyschljanystraße offiziell eingeweiht. Gemeinsam mit seinem ukrainischen Amtskollegen Oleksandr Zozulya sowie den Bürgermeistern der Partnerstädte Skawina und Nissewaard setzte Bürgermeister Dirk Breuer damit ein dauerhaftes Zeichen für Freundschaft und Solidarität.
Hürth (red). Rund 1.500 Kilometer liegen zwischen Hürth und Peremyschljany. Nach Angaben der Stadt soll das neue Straßenschild verdeutlichen, dass nicht die Entfernung entscheidend ist, sondern die Verbindung zwischen den Menschen beider Städte.
„Dieses Schild bringt unsere Partnerschaft und unsere Verbundenheit mit den Menschen in Peremyschljany zum Ausdruck“, sagte Bürgermeister Dirk Breuer bei der Enthüllung. Dabei erinnerte er an das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“, dessen Text auf einen traditionellen irischen Reisesegen zurückgeht. Sein ukrainischer Amtskollege Oleksandr Zozulya betonte: „Der Krieg hat uns gezeigt, wie wertvoll echte Freundschaft ist. Wir wissen, dass wir in Hürth Menschen an unserer Seite haben, die uns auch in schweren Zeiten nicht alleinlassen.“
An der Einweihung nahmen auch die Bürgermeister der langjährigen Hürther Partnerstädte teil: Norbert Rzepisko aus Skawina, mit der Hürth seit 30 Jahren verbunden ist, sowie Cor Lamers aus Nissewaard, deren Städtepartnerschaft mit Hürth in diesem Jahr seit 60 Jahren besteht.
Seit Beginn der russischen Vollinvasion unterstützt Hürth die ukrainische Partnerstadt nach eigenen Angaben unter anderem mit Sach- und Geldspenden, medizinischem Bedarf, Generatoren und kommunalen Fahrzeugen. Persönliche Begegnungen sowie der Austausch zwischen den Verwaltungen sollen den Kontakt aufrechterhalten.
Die Verbindung zwischen den Städten begann 2018 bei einer Begegnung in der polnischen Partnerstadt Skawina. Noch im selben Jahr besuchte der ukrainische Bürgermeister Hürth. 2019 reiste erstmals eine Hürther Delegation nach Peremyschljany. Im Oktober 2021 wurde die Städtepartnerschaft offiziell besiegelt, zunächst in Hürth und wenig später auch in Peremyschljany. Gemeinsam mit Skawina entstand daraus nach Angaben der Stadt ein europäisches Netzwerk.
Redakteur/in:Signe Mai Slomian aus Pulheim |