Informationstafel enthüllt
Kriegsgräuel bleiben ein aktuelles Thema

Bürgermeisterin Susanne Stupp enthüllte die Stele mit Archivleiter Hendrik Mechernich (r.) und Rainer Hirschel (l.), dem Vorsitzenden des Vereins Freunde und Förderer des Stadtarchivs Frechen.
  | Foto: Stadt Frechen
  • Bürgermeisterin Susanne Stupp enthüllte die Stele mit Archivleiter Hendrik Mechernich (r.) und Rainer Hirschel (l.), dem Vorsitzenden des Vereins Freunde und Förderer des Stadtarchivs Frechen.
  • Foto: Stadt Frechen

Verschleppt, ausgebeutet und misshandelt: Bürgermeisterin Susanne Stupp hat eine Informationstafel, die an osteuropäische Zwangsarbeiter erinnert, an dem entsprechenden Gräberfeld auf dem Bachemer Friedhof eingeweiht.

Frechen-Bachem (lk). Die Bürgermeisterin enthüllte die Stele gemeinsam mit Archivleiter Hendrik Mechernich und Rainer Hirschel, dem Vorsitzenden des Vereins Freunde und Förderer des Stadtarchivs. Susanne Stupp erklärte anschließend: „Das letzte Jahr hat uns gelehrt, an Kriegsgräuel zu erinnern.“

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auf dem Bachemer Friedhof ein kleines Gräberfeld für 14 osteuropäische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter angelegt. Sie gehörten zu den Millionen ausländischer Frauen und Männer, die zwischen 1939 und 1945 ganz überwiegend gegen ihren Willen nach Deutschland gebracht worden waren. Von den 14 in Bachem bestatteten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern stammten je sieben aus Polen und der damaligen Sowjetunion, letztere haben kyrillisch beschriftete Grabsteine. Es handelt sich um acht Frauen und sechs Männer mit sehr unterschiedlichen Lebensläufen und Lebensaltern.

Die Gräber wurden im Sommer 2022 hergerichtet. Das Gräberfeld wurde durch Hecken eingefasst, damit es als Einheit besser erkennbar ist.

Redakteur/in:

Lars Kindermann aus Rhein-Erft

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