NRW-Inzidenz über 1.100
RKI rückt nun Anzahl und Schwere von Erkrankungen in den Fokus

Die 7-Tage-Inzidenz überschreitet auch in NRW die Schwelle von 1100.
  • Die 7-Tage-Inzidenz überschreitet auch in NRW die Schwelle von 1100.
  • Foto: Sven Hoppe/dpa
  • hochgeladen von Düster Volker

Die Entwicklung der vergangenen Tage sorgt für ein Umdenken bei der Bemessung der Corona-Pandemie-Lage seitens des Robert Koch-Instituts. Während die Inzidenz und Neuinfektionszahlen stetig neue Rekordhöhen erklimmen, ist die Dunkelziffer angesichts von Kapazitätsproblemen wahrscheinlich sogar noch deutlich höher. Die Krankheitsverläufe sind in der Omikron-Welle dagegen meist deutlich milder als noch bei der Delta-Variante. Nun setzt das RKI neue Indikatoren zur Einschätzung der Corona-Lage. 

Das RKI hat bundesweit binnen eines Tages 189.166 Corona-Neuinfektionen und 182 Todesfälle registriert. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt weiter - heute auf 1127,7. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1073,0 gelegen,  vor einer Woche bei 772,7 (Vormonat: 205,5). Und auch in Nordrhein-Westfalen steigen die Werte kontinuierlich weiter, und das sogar trotz Meldeverzögerungen und -problemen.

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Die Corona-Inzidenz-Werte im Rheinland

Die aktuellen Inzidenzwerte (in Klammern die Werte vom Vortag).

  • NRW 1145,3 (1084,1)
  • Köln 848,1  (888,9)
  • Bonn 1.649,2  (1.601,4)
  • Leverkusen 1.328,2 (1.375,2)
  • Rheinisch-Bergischer Kreis 847,6  (891,4)
  • Oberbergischer Kreis 1269,8 (1184,4)
  • Rhein-Sieg-Kreis 867,1 (886,4)
  • Rhein-Erft-Kreis 1049,4 (1015,5)
  • Euskirchen 940,5 (897,3)

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Experten gehen derweil von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Zudem melden einige Städte und Kreise seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen.

RKI ändert Startegie

Denn weil viele Teststationen und Labore überlastet sind, geben die aktuellen Zahlen nicht den tatsächlich aktuellen Stand wieder. Deshalb passt das RKI seine Indikatoren zur Einschätzung der Lage an. Nicht die Zahl der Neuinfektionen und Inzidenzen stehe nunmehr im Vordergrund, da längst nicht mehr jede Infektion zu erfassen sei. Stattdessen sollen nun die „Entwicklung der Anzahl und Schwere der Erkrankungen“ in den Fokus rücken, erklärte das RKI. Die Bandbreite reicht von "einfachen" Hausarztbesuchen bis hin zu Behandlungen auf den Intensivstationen.

182 Todesfälle bundesweit

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 182 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 179 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9.618.245 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,72 an (Donnerstag 4,64). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 7.532.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117.666.

(vd)  /  © dpa-infocom, dpa:220129-99-894595/2

Redakteur:

Düster Volker aus Erftstadt

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