Grundsteuererhöhung
Initiative wirft Stadt "Raubrittertum" vor - Aufruf zum Widerspruch

Die Initiative "Gegen Grundsteuererhöhung in Brühl" wirft der Stadt "Raubrittertum" vor. | Foto: Foto Brodüffel
  • Die Initiative "Gegen Grundsteuererhöhung in Brühl" wirft der Stadt "Raubrittertum" vor.
  • Foto: Foto Brodüffel
  • hochgeladen von Hans Peter Brodüffel

Brühl. Die Stadt erhöht rückwirkend die Grundsteuer B von 700 auf 900 Prozentpunkte. Die Bürgerinnen und Bürger erhalten seit einigen Tagen die geänderten Bescheide für 2026. „Ausgerechnet in den Ferien, während die einmonatige Widerspruchsfrist läuft“, kritisiert die Initiative „Gegen Grundsteuererhöhung in Brühl – Für bezahlbares Wohnen und ausgewogene Haushaltskonsolidisierung“ um Gudrun Skeide-Panek, Dr. med. Axel J. Müller und Erik Kamerichs. Aus Sicht der Initiative ist die Steuererhöhung ein Griff in die Taschen der Bürger, ohne dass klar wäre, wo die Stadt selbst konsequent spart. Anders als Nachbarkommunen mit veröffentlichten Sparlisten und Konsolidisierungsprogrammen könne Brühl bisher keinen konkretren Maßnahmenkatalog vorweisen. Dennoch beschließe der Rat „dauerhaft konstante und solide Einnnahmen“ von den Bürgern über die Grundsteuer. „Ohne Sparliste im Haushalt, aber mit Dauerlastschrift beim Bürger – das ist keine Konsolidisierung, das ist Raubrittertum“, so Dr. med. Axel J. Müller in einer Mitteilung an den Schlossboten. Die Initiative hat bisher 2.263 Unterschriften (Stand 6. August) online gesammelt und ruft die Bürger dazu auf, von ihrem Recht auf Widerspruch Gebrauch zu machen. Dafür stellt sie eine Information zum Bescheid sowie eine Widerspruchsvorlage bereit, die zentrale Kritikpunkte bündelt. Diese sind „echte Rückwirkung, fehlender Vertrauensschutz, kumulierte Belastungssteigerungen und die Abwesenheit eines transparenten Spar- und Reformprogramms“. Wer den Widerspruch nutzt, könne die Beträge unter Vorbehalt überweisen und die Stadt auffordern ihre Sanierungspläne für den Haushalt in den nächsten zehn Jahren zu veröffentlichen – jenseits der Grundsteuererhöhung. Die Initiatorin und die Initiatoren: „Wir hoffen, dass sich möglichst viele Brühlerinnen und Brühler anschließen – nicht nur die Petition online unterschreiben, sondern auch mit einem formellen Widerspruch, konstruktiven Anregungen und kritischen Fragen in den kommenden Ratssitzungen, die über die Finanzen der Stadt für die nächsten Jahre entscheiden.“

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Hans Peter Brodüffel aus Brühl

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

17 folgen diesem Profil

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.