Verbraucherzentrale
Hitze stresst Pflanzen: So bleibt der Garten grün
- Mit der richtigen Bewässerung lassen sich Pflanzen auch durch längere Trockenperioden bringen. Die Verbraucherzentrale NRW rät dazu, lieber seltener, dafür aber gründlich zu gießen.
- Foto: Verbraucherzentrale NRW/adpic
Verbraucherzentrale gibt Tipps für trockene Zeiten
Brühl (mm). Seit Wochen fällt kaum Regen, die Temperaturen klettern immer wieder in sommerliche Höhen. Was viele Menschen genießen, wird für Pflanzen im Garten zunehmend zum Problem. Die Verbraucherzentrale NRW gibt deshalb Tipps, wie Hobbygärtner mit wenig Wasser möglichst viel erreichen können. Die wichtigste Botschaft: Nicht mehr, sondern cleverer gießen.
„Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür“, sagt Eva Hahnau, Umweltberaterin der Brühler Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW. Wer auf hitzeresistente und trockenheitsverträgliche Pflanzen setze und bewusst mit Wasser umgehe, schütze wertvolle Ressourcen und sorge gleichzeitig dafür, dass der Garten auch in heißen Sommern attraktiv bleibe.
Besonders wichtig sei die richtige Pflanzenwahl. Viele heimische und mediterrane Stauden, Gehölze und Bäume vertragen Trockenheit deutlich besser als wasserhungrige Arten.
Tiefwurzelnde Pflanzen holen sich Feuchtigkeit aus tieferen Bodenschichten und kommen dadurch oft mit weniger Bewässerung aus. Gleichzeitig bieten sie Insekten Lebensraum und tragen zu einem angenehmen Mikroklima bei. Pflanzen wie Apfel-Rose, Adonisröschen, Blut-Storchschnabel, Eingriffeliger Weißdorn oder Scharfer Mauerpfeffer gelten als besonders robust.
Beim Gießen lautet die Empfehlung: selten, aber gründlich. Statt täglich kleine Wassermengen auszubringen, sollten Gartenbesitzer lieber ein- bis zweimal pro Woche durchdringend wässern.
Das fördere die Bildung tiefer Wurzeln und mache die Pflanzen widerstandsfähiger. Gegossen werden sollte möglichst morgens oder abends, um Verdunstungsverluste zu verringern. Wer Regenwasser in Tonnen oder Zisternen sammelt, spart zudem kostbares Trinkwasser. Vorrang sollten Bäume, Sträucher und Büsche haben.
Ein Rasen übersteht Trockenzeiten meist auch ohne zusätzliche Bewässerung und erholt sich nach ergiebigen Regenfällen häufig von selbst.
Ebenso wichtig ist der Zustand des Bodens. Mulch aus Rinde, Rasenschnitt oder Laub hilft dabei, Feuchtigkeit länger zu speichern. Bodendecker und dichte Bepflanzungen schützen die Erde zusätzlich vor starker Sonneneinstrahlung. Auch Kompost kann hilfreich sein, weil humusreiche Böden Wasser besser aufnehmen und über längere Zeit speichern.
Weitere Informationen gibt es bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW an der Carl-Schurz-Straße 1 in Brühl, per E-Mail an bruehl@verbraucherzentrale.nrw sowie unter www.verbraucherzentrale.nrw.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |