Naturparke
Unter einem Dach
- Vom Drachenfels im Siebengebirge bis zu den Rekultivierungsflächen im Braukohle-Revier: Mit der geplanten Zusammenarbeit der beiden Naturparke entsteht ein großer gemeinsamer Erholungsraum.
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Region (red). Die Naturparke Rheinland und Siebengebirge sollen künftig organisatorisch enger zusammenarbeiten. Der Bonner Stadtrat hat einer Zusammenlegung unter der Trägerschaft des Zweckverbands Naturpark Rheinland zugestimmt. Die endgültige Entscheidung über die Neuordnung fällt die Naturparkversammlung Ende November.
Die beiden Naturparke prägen große Teile der Region, unterscheiden sich aber deutlich in Größe und Zuschnitt. Der Naturpark Siebengebirge umfasst die rechtsrheinischen Landschaften zwischen Ennert, Siebengebirge und den Rheinwesterwäldern. Zu seinem Gebiet gehören Flächen in Bonn, Sankt Augustin, Königswinter und Bad Honnef. Der Naturpark Rheinland erstreckt sich dagegen über weite Teile des Rhein-Erft-Kreises, des linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Euskirchen. Dazu zählen unter anderem der Kottenforst, das Vorgebirge, die Obstanbaugebiete rund um Meckenheim und Rheinbach sowie Landschaftsräume bei Bornheim, Brühl, Erftstadt und Euskirchen. Bonn ist damit an beiden Naturparken beteiligt.
Neu ist die Zusammenarbeit nicht. Bereits seit 2017 übernimmt der Zweckverband Naturpark Rheinland im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung die Geschäftsführung und weitere Verwaltungsaufgaben für den Naturpark Siebengebirge. Da diese Vereinbarung Ende 2026 ausläuft, soll die Kooperation nun auf eine dauerhafte und rechtssichere Grundlage gestellt werden.
Nach Angaben der Stadt sollen durch die gemeinsame Trägerschaft Synergien in Verwaltung, Personalwesen und Projektarbeit genutzt werden. Zugleich betonen die Beteiligten, dass die Eigenständigkeit der Naturparke erhalten bleiben soll. Die jeweiligen Marken, regionalen Besonderheiten und Angebote für Naturerlebnis, Umweltbildung, Naherholung und nachhaltige Regionalentwicklung würden fortgeführt.
Für Bonn wird die Neuorganisation allerdings mit höheren Kosten verbunden sein. Der städtische Beitrag für beide Naturparke steigt nach derzeitigen Berechnungen von rund 128.000 Euro auf etwa 160.000 Euro pro Jahr. Dennoch erwarten die beteiligten Partner Einsparungen, weil künftig keine getrennten Verwaltungsstrukturen aufgebaut und unterhalten werden müssen.
Die Naturparke leisten nach Einschätzung der Stadt einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Natur und Landschaft sowie für die Naherholung in der Region. Bonn engagiert sich seit vielen Jahren in beiden Einrichtungen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |