Neubau der Pauline
BaKe68 bietet Platz für 31 Kinder und Jugendliche
- Der Neubau BaKe68 im Annoviertel.
- Foto: PAULINE
Siegburg. Mit dem inklusiven Neubau „BaKe68“ hat die Pauline im Siegburger Annoviertel zwei neue Gebäude für Kinder und Jugendliche eröffnet. In den Häusern an der Bambergstraße 6 und der Kempstraße 8 werden derzeit 31 junge Menschen im Alter von sechs bis 21 Jahren mit und ohne Behinderungen oder Teilhabeeinschränkungen von drei Mitarbeitendenteams betreut. Drei Gruppen waren im September aus dem Stammhaus in Wolsdorf in die neuen Räume gezogen.
Nach sieben Jahren von der Planung bis zur Fertigstellung wurde das Projekt offiziell eingeweiht. Die beiden Gebäude verfügen über rund 800 Quadratmeter Nutzfläche. Rollstuhlgerechte Flure und Türen, Aufzüge, schwellenlos erreichbare Duschen sowie Küchen mit höhenverstellbaren und unterfahrbaren Arbeitsflächen sollen eine möglichst barrierefreie Nutzung ermöglichen. Mehrere Zimmer sind für Rollstuhlfahrer ausgelegt, die gemeinschaftlich genutzten Räume sind für alle jungen Menschen zugänglich. Auch das Spielgerät im Garten wurde nach dem Prinzip der Barrierefreiheit ausgewählt. Der Neubau kostete gut vier Millionen Euro. Ein Viertel der Summe konnte über Förder- und Stiftungsgelder finanziert werden. Insgesamt 1,05 Millionen Euro kamen durch Fundraising zusammen. Zu den Unterstützern gehörten unter anderem die IKEA-Stiftung, „Ein Herz für Kinder“ und der eigene Förderverein. In „BaKe68“ stehen 21 vollstationäre Plätze zur Verfügung. Neun davon befinden sich in der alters- und geschlechtsgemischten Außenwohngruppe „Anno“, zwölf im Verselbständigungsbereich mit Wohngemeinschaft und Trainingsappartements. Hinzu kommen zehn teilstationäre Plätze in einer inklusiven, familienorientierten Tagesgruppe. Dort werden die Kinder montags bis freitags nach der Schule betreut. Die Räume der Tagesgruppe im Erdgeschoss können zudem für Angebote im Stadtteil genutzt werden. Die Integration in das Annoviertel ist Teil des Konzepts. Im Anschluss an die offizielle Einweihung feierte die Pauline deshalb gemeinsam mit der Nachbarschaft ein Quartierfest.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |