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Borkenkäfer
Fichtensterben im Rhein-Sieg Kreis

Fraßgänge des Borkenkäfers

Unter den Holzzerstörern ist der Borkenkäfer der schlimmste Schädling. Dieser kleine, walzenförmige Käfer hat nach dem 2. Weltkrieg etwa 30 Millionen Festmeter Holz vernichtet. In Mitteleuropa kommen mehrere Arten vor, wobei der Buchdrucker (Ips typographus) der häufigste Schädling ist. Zunächst befallen die Borkenkäfer totes Holz aber bei Massenvermehrung gehen sie an geschwächte und später auch an gesunde Bäume.
Die Anwesenheit des Schädlings in den Fichten erkennt man an den kleinen Bohrlöchern in der Rinde. Die Weibchen dringen im Frühling in die Rinde ein und fressen in die Bastschicht einen Muttergang. Das Bastgewebe leitet in Wasser gelöste Stoffe von der Krone (Blätter) in die Wurzel eines Baumes. In dem Muttergang legt sie an den Wänden Eier ab aus denen die Larven schlüpfen und je seitliche Gänge anfertigen. Sie verpuppen sich und der erwachsene Käfer bohrt sich nach draußen. So entstehen die typischen Fraßgänge. Die Aktivitäten der Borkenkäfer verhindern den normalen Nährstofffluss, die Bäume vertrocknen.
Der heiße Sommer 2018 begünstigte die Ausbreitung des kleinen Käfers in den Fichtenbeständen in Bonn, dem Rhein-Sieg Kreis und in vielen Teilen Europas, denn ein gesunder Baum wehrt sich durch vermehrte Harzbildung. Durch die Trockenheit des letzten Sommers gelingt das vielen Bäumen nicht mehr, so dass auch gesunde Bäume befallen werden. Nach Angaben des Generalanzeigers Bonn gibt es einen starken Befall der Fichten mit dem Borkenkäfer im Kottenforst, im Vorgebirge und im Naafbachtal (Artikel 06.01.2019).
Aber auch in vielen Gärten hat der Borkenkäfer Fichten befallen, die in Gruppen stehend häufig kleine Rückzugsgebiete für etliche Tierspezies darstellen. Da die Käfer sekundär auch Pilze in die Bäume einschleppen bleibt nur die Option den befallenen Baum zu fällen, da die Standfestigkeit mit der Zeit verloren geht und viele Gärten nicht genügend Platz für ein natürliches Sterben einer hochgewachsenen Fichte bieten.

LeserReporter/in:

Dr. L. Wickert aus Rhein-Sieg

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