Start-up-Manufaktur der Hochschule
Innovationsschmiede für die gesamte Region
- Der monatliche Gründer-Stammtisch bietet wertvolle Informationen sowie die Gelegenheit zum Netzwerken.
- Foto: Hochschule Bonn Rhein-Sieg
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Sankt Augustin. Start-ups sind Innovationstreiber, sorgen für einen Standortvorteil und ziehen neue Talente an. Doch wer ein Start-up gründen möchte, braucht eine Vielzahl an Informationen zum Beispiel aus den Bereichen Recht, Finanzen oder Marketing. Im Idealfall sollten sich angehende Gründerinnen und Gründer frühzeitig das notwendige Knowhow aneignen. Und hier kommt die Start-up Manufaktur der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ins Spiel.
Das im Jahr 2021 ins Leben gerufene Gründungszentrum unterstützt kostenfrei Studierende, Alumni und Mitarbeitende der Hochschule, die den Sprung ins Unternehmertum wagen möchten. Viele der Informationsveranstaltungen und der beliebte monatliche Gründerstammtisch freuen sich aber auch über interessierte Außenstehende. Denn Netzwerken ist ein wichtiger Bestandteil des Programms und der anregende Austausch mit Gleichgesinnten hat schon manches Projekt inspiriert.
Das Besondere: Die Expertinnen und Experten der Start-up-Manufaktur unterstützen auf Wunsch schon bei der Ideenfindung und begleiten die jeweiligen Projekte meist auch über die Gründung hinaus. Der Fokus liegt gezielt auf der tiefgehenden und langfristigen Beratung, sodass bei jeder Station des Gründungsprozesses Unterstützung garantiert ist. Während einige Interessierte nur mit einer vagen Vorstellung zur Start-up-Manufaktur kommen, sind andere schon mittendrin und brauchen lediglich Informationen zu konkreten Themen.
Beliebt ist auch die Summer School in Zusammenarbeit mit der Universität. Bei diesem Format durchlaufen die Teilnehmenden innerhalb von fünf Tagen den gesamten Gründungsprozess. Damit dieser Intensivkurs mehr als reine Theorie ist, gehört auch der direkte Kontakt zur potenziellen Zielgruppe dazu. So lassen sich die Ideen auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüften. „Doch auch in diesen Workshops sitzen nach wie vor mehr Männer als Frauen“, sagt Karoline Noth von der Start-up-Manufaktur. Um Frauen konkret anzusprechen, hat das Gründungszentrum deshalb das AWAKE Programm initiiert. Dabei unterstützt die H-BRS Gründerinnen in der ersten Phase des Gründungsprozesses durch Workshops, Beratung und ein Stipendium.
Für alle Gründerinnen und Gründer gilt jedoch gleichermaßen, dass die Unterstützung nicht auf bestimmte Branchen beschränkt ist. So sind bereits die unterschiedlichsten Projekte entstanden: Dazu gehören zum Beispiel das Café Meramanis in Köln, das Papeterie-Unternehmen Pepa Lani oder l3montree, eine Agentur, die unter anderem Dienstleistungen wie Arbeitszeiterfassung oder Personalplanung für Unternehmen anbieten.
Karoline Noth erzählt, dass die Start-up-Manufaktur im Durchschnitt zehn Gründungen pro Jahr begleitet. Einige Start-ups haben sich dabei am Markt etabliert, während andere nur als eher als Fingerübung fungierten. Denn wer einen solchen Gründungsprozess durchläuft, erwirbt Fähigkeiten, die auch in anderen Bereichen nützlich sind. Dazu gehören Problemlösekompetenz, Durchhaltevermögen und Netzwerken.
Denn neben der umfassenden Beratung beflügelt vor allem der Netzwerkgedanke. Karoline Noth sagt: „Regelmäßiger Austausch und Input sind motivierend, vor allem wenn es einmal hakt".
Das geht auch über das Studium und die Gründung hinaus, wenn es im Start-up zum Beispiel Fragen zu Wachstum oder Marketing gibt. Und auch wer das Studium schon längst abgeschlossen hat, kann vom Gründungszentrum und im Alumni-Netzwerk weiterhin Unterstützung bekommen. Auf die Frage, was für die Zukunft geplant ist, erläutert Karoline Noth: „Gemeinwohlorientierung, Nachhaltigkeit und Social Entrepreneurship bekommen unter den Studierenden einen immer höheren Stellenwert und es gibt schon heute bei uns nahezu kein Start-up, das sich nicht daran orientiert. Mit dem Start der neuen Finanzierung für die Start-up-Manufaktur werden wir uns deshalb noch stärker darauf fokussieren".
Auch bereits gegründete Start-ups können sich dann beim H-BRS Gründungszentrum beraten lassen, wie sie diese Themen ins Unternehmen integrieren können. Denn es sind genau diese Problemlösekompetenz und Innovationskraft, die Start-ups so wichtig für die Region machen.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Heike Fries aus Windeck |
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