Bonn Open 2025
Hitzeschlacht auch im Finale
- Das Finalwochenende der Bonn Open 2025 war restlos ausverkauft.
- Foto: Breakpoint Images
Bonn (dru). Die Bonn Open 2025 endeten mit einem sportlichen und organisatorischen Ausrufezeichen.
Vor ausverkauftem Centre Court setzte sich Jurij Rodionov (ATP 185) im Finale gegen Timofey Skatov (ATP 308) aus Kasachstan 3:6, 6:2, 6:4 durch. Der 26-jährige Linkshänder aus Österreich drehte die Partie nach schwachem Start, dominierte ab dem zweiten Satz mit druckvollem Grundlinienspiel und verwandelte nach 2:14 Stunden seinen zweiten Matchball mit dem 15. Ass. Das war ihm auch schon ihm Halbfinale gegen sinen 19-jähhrigen Landsmann Joel Schwärzler gelungen. Umgekehrt hatte sich Skatov in seinem Halbfinale in einem dreistündigen Abnutzungskampf gegen den top-gesetzten Belgier Raphael Collignon (ATP-Nr. 85) durchsetzen können.
Für den gebürtigen Nürnberger Juri Rodionov war es der achte Challenger-Titel und der zweite in Deutschland nach dem Erfolg in Koblenz im Februar 2024. „Ich bin stolz auf meine Performance in dieser Woche und froh, dass ich das Turnier gewonnen habe“, sagte Rodionov nach seinem Sieg im On-Court-Interview.
Für Spannung sorgte auch das Doppelfinale: Tim Rühl und Patrick Zahraj vergaben gegen Mick Veldheer (Niederlande) und Neil Oberleitner (Österreich) insgesamt fünf Matchbälle. Nach gewonnenem ersten Satz (6:4) unterlagen sie 6:7 (3), 10:12, hatten zuvor jedoch mit dem Sieg über das topgesetzte Duo Arribage/Sanchez die Fans begeistert.
Turnierdirektor Lars Zimmermann zog ein positives Fazit: Erstmals auf der Anlage des TC Blau-Gelb Bonn-Beuel ausgetragen, zählten die Bonn Open mehr als 12.000 Zuschauer – deutlich mehr als im Vorjahr. Am Finalwochenende waren die Plätze trotz zusätzlicher Kapazitäten ausverkauft. Neue Side-Events, ein gewachsener Sponsorenkreis und etwa 100 Volunteers sorgten für reibungslose Abläufe und ausgelassene Stimmung. „Das Turnier hat enormes Potenzial“, so Zimmermann.
Auch für die vielen tausend Tennisfans war das Turnier eine „echte Herausforderung“: Überdurchschnittlich viele Matches wurden erst im dritten Satz entschieden. Manche Partie dauerte bis zu drei Stunden. Und das bei hochsommerlichen Temperaturen.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |
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