Premiere im Hürther Stadion
Kölsch geht auch im Stadion
- ...und dann die Hände zum Himmel....Etwa 3.000 Partygäste waren zur Kölschen Nacht gekommen.
- Foto: kda
Gleuel (red). Was vor einem Jahr kaum einer für möglich gehalten hat, ist Realität geworden. Eine großartige 28. Kölsche Nacht der Funken Rot-Weiss Hürth-Gleuel, erstmals in neuer Umgebung. Rund 3.000 Musikfans hatte es ins Hürther Stadion gezogen. Nachdem dem Verein zu Beginn einige schwere Steine in den Weg gelegt wurden erwies sich das Ausharren, Planen und Vorgehen der Funken als genau richtig. „Vor gut acht Wochen konnten wir endlich richtig durchstarten“, so Frank Tesch, 1. Vorsitzender. Die Feuerwehr hätte sie wegen des Sicherheitskonzepts und der Organisation gelobt und selbst von den Anwohnern, die man eingeladen hatte wäre fast ausschließlich ein positives Feedback gekommen. „Viele sind heute hier und man sagte mir, dass man sich freue, dass das Stadion endlich wieder belebt würde“, so Tesch. Man sei sehr zufrieden und letztendlich hätte auch mit der Stadt alles super geklappt. „Es wurde viel heißer gekocht, als es gegessen wurde“, resümierte Tesch. Die Funken haben den Ausschank erstmals selbst organisiert und auch das ist hervorragend gelungen. Eine weitere Neuerung im Stadion sind verschiedene Bereiche. Vom klassischen Steh- und Sitzplatz gab es einen V.I.P.-Silberbereich in dem alle Getränke im Eintrittspreis inklusive waren sowie einen Gold-V.I.P.-Bereich auf der Tribüne, All-in-mit Speisen und Getränken. Und auch das Programm war wieder eines der Spitzenklasse. Die Räuber sind seit vielen Jahren mit von der Partie und eröffneten diesmal die traditionelle Veranstaltung. Erstmals dabei: die Grüngürtelrosen. „Wir sind ein Männerchor aus Köln und was uns ganz wichtig ist, dass bei uns neben Spaß der gute Zweck im Vordergrund steht“, erklärt Grüngürtelrose Arian Reith. 2018 in der Kölschbar gegründet ist der Chor mittlerweile auf 130 Kehlen gewachsen und überzeugt mit Kölschen Hits und Musik aus den 80er und 90er Jahren bis hin zur Moderne und ein bisschen HipHop. „Heute sind wir mit 35 Männern hier und unserer Drummerin. Für 130 Leute ist, trotz der großen Bühne kein Platz“, so Reith. Aber auch verkleinerte Chor begeisterte die Hürther Musikfans, die bei Queens „I want it all“ lautstark einstimmten. „Am 12. September kann man uns alle auf der Bühne sehen. Im Tanzbrunnen geben wir unser eigenes Konzert und der Erlös geht an die Aktion Wünsch Dir was“, so Reith. Die Bläck Fööss, Höhner, Cat Ballou – gern gesehene Bands der kölschen Nacht, die immer ein Garant für Bestlaune und Megapartystimmung sind. In diese Kölschbands hat sich Eldorado eingereiht. Fünf sympatische Musiker, fünf schwarze Lederjacken und mehr als fünf Hits auf der Bühne im Stadion. Verlieb dich nie (in dat Mädche hinger der Bar) warnte Sänger Manuel Sauer und verzauberte die Besucher mit „Bes zum Mond“. „Guildo Horn ist kein Kölscher, aber genau passend, wenn sich zum Finale noch einmal alle schunkelnd in den Armen liegen“, prophezeite Frank Tesch schon vor Beginn der Veranstaltung und sollte damit Recht behalten. Das Publikum schunkelte, tanzte, feierte und war textfest, als der Trierer Sänger mit seiner Band „die Orthopädischen Strümpfe“ alte Schlager auspackte. Von „Über den Wolken“ , .„Tränen Lügen nicht“ bis zu „Guildo hat Euch lieb“. Der sympathische Barde mit schrägem Anzug und Zottelhaar reißt die Massen mit und begeisterte auch im Stadion mit musikalischer Extraklasse. „Ist das nicht herrlich?“, fragte Jürgen Dumke, Mitglied der Funken, mit Blick auf die Menschenmassen auf dem Rasen. „Wir können stolz auf uns sein und unseren Vorstand, der alles so gerockt hat. Man hat gegen Windmühlen gekämpft und das Ehrenamt hat gewonnen. Die Leute sollen Spaß haben. Das ist das Wichtigste und das ist gelungen.“ Und Moderator Robert Greven fasste es am Ende zusammen: „Es ging um Kultur und Brauchtum, nicht um Kommerz. Und die vielen Besucher haben bewiesen, dass ihnen das Brauchtum wichtig ist“.Alle Fotos von der Kölschen Nacht unter: www.rheinische-nzeigenblaetter.de
Redakteur/in:RAG - Redaktion |