Das unterschätzte Risiko
Abgefahrene Reifen
- Irgendwann muss jeder Reifen ausgetauscht werden. Wer sich neue Reifen kauft, sollten darauf achten, dass der Hersteller die Nutzung bis zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm empfiehlt. Foto: Michelin/Florent Giffard/txn
- hochgeladen von Angelika Koenig
(txn). Manchmal entscheiden wenige Millimeter: Im Straßenverkehr trifft das vor allem auf ältere Reifen zu. Denn oft ist es eine Frage der Profiltiefe, ob das Fahrzeug in einer kritischen Situation noch beherrscht werden kann. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 mm und dieser Wert sollte auf keinen Fall unterschritten werden.
Viele Autofahrer sind sich der Gefahren nicht bewusst, die von stark abgefahrenen Reifen ausgehen. Vor allem steigt die Gefahr von Aquaplaning. Unter dem Reifen bildet sich ein Wasserkeil, das Auto kann dann weder gelenkt noch gebremst werden - was immer wieder schwere Unfälle zur Folge hat.
Ein weiteres Problem ist das trügerische Sicherheitsgefühl. Denn auf trockener gerade Strecke machen zu stark abgefahrene Reifen keine Probleme. In scharfen Kurven oder bei abrupten Lenkmanövern können allerdings große Querkräfte entstehen, denen die abgefahrenen Pneus nichts mehr entgegensetzen können. Das Fahrzeug verliert deutlich schneller die Haftung und gerät ins Schleudern. Einige Reifenhersteller geben deswegen die Empfehlung, schon deutlich vor dem Erreichen der Mindestprofiltiefe die Reifen auszutauschen: Sommerreifen bei weniger als 3 Millimeter und Winterreifen bei weniger als 4 Millimeter.
Dass es auch anders geht, zeigt Michelin: Mit dem Ansatz „Performance made to last“ hat der Reifenhersteller es sich zur Aufgabe gemacht, sichere und zuverlässige Fahrleistungen bis zur gesetzlich erlaubten Mindestprofiltiefe sicherzustellen. Möglich wurde das durch hochwertige Verbundwerkstoffe und Reifentests mit Mindestprofiltiefe. Der Vorteil: Die Reifen können länger gefahren werden, was das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert. Und weil die Reifen länger genutzt werden, verringert sich die Umweltbelastung.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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