Regeln wurden gelockert
Shoppen auch in Porz wieder möglich

Alles, was zur guten Körperpflege gehört und noch einiges mehr, gibt es bei Claudia und Markus Weinkoth in der Parfümerie Scholz. Nur Fußpflege ist noch nicht wieder erlaubt. | Foto: Robels
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  • Alles, was zur guten Körperpflege gehört und noch einiges mehr, gibt es bei Claudia und Markus Weinkoth in der Parfümerie Scholz. Nur Fußpflege ist noch nicht wieder erlaubt.
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Porz - (sr) Mit viel Zuversicht und guter Laune starteten die befragten
Geschäftsleute am Montag in den Tag. Fast alle inhabergeführten
Geschäfte waren in den vergangenen Wochen für ihre Kunden da. Sie
nahmen Telefonate und E-Mails entgegen, berieten ihre Kunden am
Telefon, verschickten Waren oder brachten sie gar selbst vorbei. Davon
kann niemand von ihnen auf Dauer leben, darin schienen sich alle einig
zu sein.

„Wir haben einige Großgeräte wie Wasch- und Spülmaschinen sowie
TV-Geräte verkauft“, sagt Othon Kaimaktsis von Habuzin in Eil.
„Wir gehören im Moment zu den wenigen, die diese Geräte nicht nur
liefern, sondern auch anschließen. Das können wir auch nur deshalb
anbieten, weil wir eigene Monteure beschäftigen und sie mit dem
notwendigen Schutz ausstatten. Dass wir die Geräte nicht nur vor die
Tür stellen, hatte sich schnell herumgesprochen, und wir konnten auch
vielen Neukunden helfen.“ Das sei ein positiver Effekt der Krise.
Doch insgesamt hat natürlich auch Habuzin mit Umsatzeinbußen zu
kämpfen. Und so war klar, dass sie auf jeden Fall sofort am Montag
wieder ihr Geschäft öffnen würden. Maximal vier Kunden dürfen sich
zeitgleich im Geschäft aufhalten.

Claudia und Markus Weinkoth von der Parfümerie Scholz in der Porzer
Fußgängerzone hatten gleich am ersten Vormittag gut zu tun. „Die
Kundinnen mit Anfragen zu Kosmetikbehandlungen und Fußpflege musste
ich leider vertrösten“, bedauert Claudia Weinkoth, „nur Beratung
und Verkauf ist bisher gestattet.“ Doch auch sie steht wieder gerne
im Laden, auch wenn sie die neue Freizeit und das entspannte Leben zu
genießen wusste.

Die genoss auch Michael Süß, Inhaber von Atelier Süß in der
Gilgaustraße (Ensen). „Wir hatten immer noch ein wenig Arbeit in
der Werkstatt. Aber lange hätten wir das so auch nicht
durchgehalten“, erzählt er. In der Eingangstür des
Schmuckgeschäfts gibt es erst einmal Händedesinfektion und für
jeden einen Mundschutz, „das muss sein“, weiß er. Und es darf
immer nur ein Kunde das Atelier betreten.

Ebenso entspannt sieht es Rolf Katzemich von Kabo-Sport in der Porzer
Fußgängerzone. Eine große Plexiglasscheibe trennt ihn von seinen
Kunden. Er hatte in den vergangenen Wochen einigen Kunden
Sportbekleidung nach Hause gebracht. Nun ist er froh, dass er endlich
wieder aufmachen darf. Sein Motto lautet: „Alles mit Verstand und
Abstand tun“. Er hatte sein Geschäft gerade ein paar Minuten
geöffnet, da kamen schon die ersten Kunden. Schließlich ist
inzwischen Frühling, es scheint fast pausenlos die Sonne, und Sport
an der frischen Luft ist gut für das Immunsystem.

Und das schöne Wetter macht es auch leichter, vor den Türen der
Geschäfte zu warten. Der Anblick erinnert ein bisschen an England.
Dort ist das geduldige Schlangestehen, die Engländer nennen es
„queuing“, schon immer ein ganz normaler Anblick.

Im City-Center Porz haben ebenfalls fast alle Geschäfte geöffnet.
Center-Managerin Ute Femfert besuchte jedes einzelne Geschäft, um
sich persönlich zu erkundigen, ob alles klappt, ob sie irgendwo noch
helfen kann. „Wir müssen und wollen alle Vorschriften einhalten“,
sagt sie. Auch hat sie noch einige Ideen, die sie umsetzen kann, wenn
es voller wird, als erwartet. An erster Stelle steht auch hier die
Gesundheit der Menschen und an zweiter Stelle der Erfolg der
Geschäfte.

Fazit: Die Geschäftsleute gehen mit viel Optimismus und guter Laune
in die neue Phase der Pandemie-Krise. Keiner erwartet einen riesigen
Umsatz, alle tun, was sie können, damit sich niemand in ihrem
Geschäft anstecken kann, und so gut wie alle konnten auch etwas
Positives in der Krise sehen. Viele haben Pläne, was sie auch ohne
Krise künftig anders machen möchten.

Negativ ist, dass sich immer noch zu viele Kunden uneinsichtig zeigen.
Die wenigsten Menschen trugen irgendeinen Mundschutz, weder beim
Einkaufen noch beim Bahnfahren. Wirklich schade, dass freiwillig
anscheinend nicht ausgereicht hat und nun ab Montag Maskenpflicht
besteht.

Redakteur/in:

Sabine Robels aus Köln

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