Förderpreise für Studierende
„Water and Gender“ - ungleicher Wasserzugang
- Prof. Dr. Irma Lindt, Dr. Uwe Moshage (Vorstand Aggerverband), Leonie Sengotta, Prof. Dr. Rainer Feldhaus, Hüseyin Yakar, Markus Büscher (Zweitzensor Aggerverband), Prof. Dr. Miriam Sartor, Ulrich Stücker (Vorsitzender Verbandsrat Aggerverband).
- Foto: Techn. Hochschule Köln, Abt. Gummersbach, Frau Probst
Oberberg. Zum 25. Mal hat der Aggerverband in Zusammenarbeit mit dem Campus Gummersbach der TH Köln einen Förderpreis im Rahmen des Welt-
wassertages vergeben.
Das Motto, das dieses Jahr von UN-Water, der Organisation, die die Arbeit der Vereinten Nationen im Bereich Wasser und Abwasser koordiniert, festgelegt wurde, lautet: „Water and Gender“ („Wasser und Geschlecht“).
Frauen & Mädchen:schlechterer Zugang zu Wasser
Beleuchtet wird die ungleiche Betroffenheit von Wasserkrisen, wobei Frauen und Mädchen weltweit überproportional unter mangelndem Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) leiden. Dies beeinträchtigt ihre Gesundheit, Bildung und Sicherheit. Die Stärkung der Rolle von Frauen in der Wasserbewirtschaftung sei essenziell für nachhaltige Entwicklung, Gerechtigkeit und das Erreichen der UN-Ziele, so das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Seit 1993 wird der Weltwassertag jährlich am 22. März begangen. Er ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, auf der er von der UN-Generalversammlung ausgerufen wur-
de. Denn trotz seines hohen Stellenwertes als Natur- und Kulturgut ist Wasser nur selten im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Die UN lädt jedes Jahr dazu ein, an diesem Tag konkrete Aktionen durchzuführen, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Wasser lenken. Der Aggerverband folgt diesem Aufruf jedes Jahr mit der Verleihung eines Förderpreises.
Prämiert wurden in diesem Jahr durch den Aggerverband und die Technische Hochschule Köln, Campus Gummersbach zwei herausragende Abschlussarbeiten mit einem wasserwirtschaftlichen Bezug. Die Preise sind ausgelobt mit jeweils einem Preisgeld von 600 Euro.
Prämierte Arbeiten
„Ertüchtigung von Teilen der mechanischen Reinigungsstufe der Kläranlage Dürscheid“ war Thema von Leonie Sengotta, Bachelor of Engineering im Studiengang Bauingenieurwesen; Betreuung: Professor Dr. Rainer Feldhaus und Diplom-Ingenieur Markus Büscher vom Aggerverband.
Die in Kürten-Dürscheid gelegene Kläranlage bereitet im Bereich der mechanischen Reinigungsstufe aus hydraulischen Gründen betriebliche Problem. Die Probleme sollen durch bauliche und verfahrenstechnische Maßnahmen beseitigt werden. Eine mögliche Planungsalternative wurde im Rahmen der Bachelorarbeit erarbeitet. Die Maßnahme soll auf Basis dieser Planung umgesetzt werden.
„CFD-basierte Analyse des Tortuositatseinflusses auf den Wassertransport in idealisierten Poren keramischer Membranen“ lautete das Thema von Hüseyin Yakar, Bachelor of Engineering im Studiengang Allgemeiner Maschinenbau; Betreuung: Professor Dr. Miriam Sartor, Zweitgutachter: Wolfgang Kraemer.
Sauberes Trinkwasser ist ein sehr wertvolles Gut, das durch Faktoren wie dem Klimawandel und der industriellen Verunreinigungen zu verknappen scheint. Um zuverlässig sauberes Wasser bereitzustellen, werden effektive Aufbereitungsmethoden immer relevanter. In den letzten Jahrzehnten haben keramische Membrane an Popularität gewonnen, da diese in einigen wichtigen Aspekten Vorteile gegenüber klassischen Aufbereitungsmethoden bieten. Speziell keramische Flachmembrane aus Silizium Carbid (SiC) etablieren sich bei der Verwendung zur Trinkwasseraufbereitung.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |