Notfallversorgung in Oberberg
15 neue Notfallsanitäter

Freude über die bestandenen Prüfungen: Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter mit Kursleiterin
Julia Peterek (vorne 5.v.r.).  | Foto: AGewiS
  • Freude über die bestandenen Prüfungen: Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter mit Kursleiterin
    Julia Peterek (vorne 5.v.r.).
  • Foto: AGewiS

Oberberg. Die Rettungsfachschule des Oberbergischen Kreises hat die Absolventinnen und Absolventen des Notfallsanitäter-Kurses 04/23 feierlich verabschiedet. 15 Auszubildende erhielten ihre Zeugnisse als Not-

fallsanitäterin beziehungsweise Notfallsanitäter; 14 stammen aus dem Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises. Ein Absolvent wurde für die Feuerwehr Lüdenscheid ausgebildet.

Gratulationen und Grußworte gab es von Stefan Heße (Allgemeiner Vertreter des Landrates), Dr. Ralf Mühlenhaus (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises), Maik Göbel (Schulleiter der Rettungsfachschule) und Julia Peterek (Kursleitung).

Stefan Heße blickte auf die Entwicklung der Rettungsfachschule seit ihrem Start im Jahr 2015 zurück: Inzwischen wurden 13 Kurse erfolgreich abgeschlossen. Aktuell befinden sich neun weitere Kurse in Ausbildung. Die Schule leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Notfallversorgung in der Region.

Heße dankte der Kursleitung für die rund 4.000 Ausbildungsstunden, die hinter den Absolventinnen und Absolventen liegen, und betonte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der neuen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter: vom Rettungswagen über das Notarzteinsatzfahrzeug bis hin zu Notaufnahmen und Intensivstationen.

Wir brauche Menschen wie Sie!

„Sie leisten eine wichtige Arbeit am und für Menschen. Unser Gesundheitssystem braucht Menschen wie Sie - wir brauchen Menschen wie Sie“, sagte Stefan Heße mit Blick auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Berufs, verbunden mit dem Hinweis auf die investiven Anstrengungen des Oberbergischen Kreises beim Bau neuer Rettungswachen.

Herausforderungen im Rettungsdienst

Dr. Ralf Mühlenhaus stellte die aktuellen Herausforderungen im Rettungsdienst heraus. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Einsatzzahlen im Kreisgebiet verdoppelt und werden sich prognostisch in den kommenden zehn Jahren noch einmal deutlich erhöhen.

Gründe hierfür seien der demografische Wandel sowie der Umstand, dass der Rettungsdienst zunehmend auch für versorgungsmedizinische Anliegen in Anspruch genommen werde.

Zugleich machte der Ärztliche Leiter deutlich, dass der Rettungsdienst diese Anliegen der Bevölkerung ernst nehmen müsse, weil er eine Garantenstellung in der medizinischen Versorgung habe.

Aus eigenen Einsätzen kennt Mühlenhaus viele der frisch examinierten Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter bereits als motivierte und engagierte Kolleginnen und Kollegen und freut sich darauf, künftig noch enger mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Rettungsdienst ist immer Teamarbeit

Schulleiter Maik Göbel hob in seinem Grußwort hervor, dass Rettungsdienst immer Teamarbeit sei – im Einsatz wie im Examen.

Göbel erinnerte auch an die große Verantwortung, die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter im Einsatz für Patientinnen und Patienten tragen.

Kursleiterin Julia Peterek blickte auf drei abwechslungsreiche und arbeitsreiche Jahre zurück und betonte, wie stolz sie auf „ihren“ Kurs sei – zumal niemand die Ausbildung abgebrochen habe. Sie selbst und der Kurs NOS 04/23 haben am 1. April 2023 zeitgleich bei der Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS) begonnen.

In ihrem sehr persönlichen Grußwort sagte Peterek an die Absolventinnen und Absolventen gerichtet: „Die Straßen, auf denen ihr unterwegs seid, werden durch euch bessere Orte. Und das ist nicht einfach nur ein schöner Satz – ich meine das ernst.“

Die Kurssprecher Benedikt Burkhardt und Maxima Leona Wilken nutzten die Feierstunde, um im Namen des Kurses zu danken. In ihrem Rückblick berichteten sie, dass sich alle nicht nur fachlich, sondern auch menschlich weiterentwickelt hätten und in den vergangenen drei Jahren zu einem Team zusammengewachsen seien.

Die neuen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter:

Helene Bohle, Jennifer Brungs, Benedikt Burkhardt, Lars Doert, Sophie Köhn, Antonio Lamarra (Feuerwehr Lüdenscheid), Finn Lorenzen, Martha Müller, Gabriel Simon Quack, Anna-Lena Runkel, Meike Seimen, Franziska Josephine Stoffel, Nils Teckhaus, Letizia Penelope Weber, Maxima Leona Wilken

Redakteur/in:

RAG - Redaktion

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