Silent Rider
Anwohner und Natur schützen

Das Banner, das Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Ordnungsamts-Mitarbeiter Constantin Hochgürtel halten, soll spätestens im Frühjahr, wenn viele Motorradfahrer wieder ihre Maschinen aus den Garagen holen, an prominenter Stelle aufgehängt werden.
  • Das Banner, das Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Ordnungsamts-Mitarbeiter Constantin Hochgürtel halten, soll spätestens im Frühjahr, wenn viele Motorradfahrer wieder ihre Maschinen aus den Garagen holen, an prominenter Stelle aufgehängt werden.
  • Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
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Mechernich (gr). Motorradlärm ist auch auf etlichen Straßen im
Stadtgebiet Mechernich lautstark zu hören. Um dem einen Riegel
vorzuschieben, ist die Stadt der bundesweiten Initiative gegen
Motorradlärm „Silent Rider“ beigetreten. „Wir beziehen damit
eindeutig Stellung gegen rücksichtslose Motorradfahrer und den Lärm
insbesondere von manipulierten Auspuffanlagen von denen leidgeprüfte
Anwohner insbesondere am Wochenende ein Lied singen können“, so
Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick.

Constantin Hochgürtel vom Mechernicher Ordnungsamt berichtet, dass
auch bei Polizei und Mechernicher Ordnungsamt häufiger Beschwerden
eingehen: „Natürlich jahreszeiten- und wetterbedingt schwankend.“
Im der Sommer lockten die Kurven der Eifel besonders viele
Motorradfahrer an. Dazu Hochgürtel: „Wir sind ein beliebter
Durchfahrtsbereich für Motorradfahrer und – gruppen, die in die
Eifel wollen.“ Leider verhielten sich nicht alle konform der
Verkehrsregeln. Auf Mechernicher Boden seien vor allem die
Hauptverkehrsachsen und damit vorrangig Landesstraßen und
Bundesstraßen betroffen. „Typische Motorradrouten führen von
Euskirchen nach Gemünd sowie von Bad Münstereifel nach Heimbach“,
erläutert Hochgürtel. Gerne genutzte Abschnitte seien außerdem von
Vor-Eifel und Eifel-Kennern die kleineren, kurvenreichen Kreisstraßen
K45 (von Iversheim nach Weiler am Berge), K27 (Eicks – Glehn -
Bleibuir - Wielspütz - Voißel) und K20 (Bürvenich – Floisdorf –
Eicks – Kommern).

Mit den jüngsten Beitritten der Stadt Mechernich sowie der Stiftung
Nationalpark Eifel und Vogelsang ist die Nordeifel nun fast
flächendeckend im Verein vertreten. Ein Pfund, mit dem man wuchern
könne, meint Schick: „Im Zusammenschluss mit den besonders
betroffenen Kommunen im Kreis Euskirchen und der Eifel-Region werden
wir uns stark machen, unnötigen Motorradlärm zu reduzieren und die
betroffenen Anwohner und unsere Natur zu schützen“, so Schick.

Die Initiative „Silent Rider“ stellt konkrete Forderungen an die
Hersteller und Politik, darunter die Verabschiedung eines
Lärmschutzgesetzes mit niedrigen Grenzwerten. höheren Strafen für
Manipulationen am Motorrad, die Einführung einer allgemeinen
Halterhaftung für Motorräder. „Silent Rider“ richte sich
ausdrücklich nicht gegen Motorradfahrer an sich, heißt es in einer
Pressemitteilung des Vereins, sondern gegen die schwarzen Schafe unter
ihnen, die den vermeidbaren Lärm erzeugen.

Dem Verein haben sich auch andere Kommunen aus NRW, aber auch Bayern,
Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen angeschlossen.
„Das zeigt, welch große Rolle Motorradlärm einnimmt, und dass sich
die Kommunen und Interessensgemeinschaften bei ihren Versuchen,
Motorradlärm zu reduzieren, allein gelassen fühlen“, sagt
Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister von Simmerath und 1. Vorsitzender
von Silent Rider. In Nationalparks wie dem in der Eifel komme
erschwerend hinzu, dass auch Wildtiere durch unnötigen Motorradlärm
aufgeschreckt werden.

Zu den Maßnahmen der bundesweiten Kampagne gehört auch eine
Online-Petition gegen Motorradlärm. Auf www.silent-rider.de oder
www.openpetition.de können Betroffene und Menschen, die sich mit
Betroffenen solidarisch zeigen, ihre Stimme gegen unnötigen
Motorradlärm abgeben. Mit der Petition möchte sich die Initiative
nach eigenen Aussagen Gehör und Gewicht beim Petitionsausschuss des
Deutschen Bundestages verschaffen.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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