Jecke Meile
Jecke und Oldtimer begeistern Tausende
- Ob Karneval oder Oldtimer – beide Veranstaltungen machten deutlich, wie lebendig das Vereinsleben in Schlebusch ist. Sie boten nicht nur Unterhaltung, sondern auch die Gelegenheit, Traditionen zu pflegen, Menschen zusammenzubringen und für ehrenamtliches Engagement zu werben. Foto: Gabi Knops-Feiler
- hochgeladen von Angelika Koenig
Schlebusch (gkf). Brauchtum, Vereinsleben und automobile Geschichte prägten kürzlich das Bild in Schlebusch. Mit der zweiten „Jecken Meile“ im Rahmen des 41. Schlebuscher Schützen- und Volksfestes sowie einer Oldtimerschau bot die Fußgängerzone gleich mehrere Publikumsmagnete, die zahlreiche Besucher anzogen.
Während vielerorts die Vorbereitungen auf die kommende Karnevalssession noch in weiter Ferne liegen, bewiesen Karnevalisten, dass die fünfte Jahreszeit auch im Sommer bestens funktioniert. Insgesamt 14 Leverkusener Gesellschaften nutzten die „Jecke Meile“, um sich vorzustellen, über ihre Arbeit zu informieren und mit interessierten Gästen ins Gespräch zu kommen. Vereine warben zudem um neue Mitglieder und machten auf die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements aufmerksam.
Zum Auftakt sorgten die Schlebuscher Pänz mit Maskottchen „Schliebby“ für Stimmung. FLK-Präsident Thomas Lingenauber würdigte die Unterstützung durch Sponsoren sowie Veranstalter Werner Nolden mit seinem Team. Christoph Marx, Regionalpräsident des Bundes Deutscher Karneval, unterstrich die wichtige Rolle der Vereine für die Pflege des Brauchtums und die Jugendarbeit.
Neben den fröhlichen Tönen wurden aber auch ernste Themen angesprochen. Lilo Schmitz, Vorsitzende der KG Grün-Weiß Schlebusch, warnte vor den zunehmenden finanziellen Belastungen für den Schlebuscher Schull- und Veedelszoch. Vor allem die steigenden Sicherheitsanforderungen stellten die Organisatoren vor große Herausforderungen. Gleichzeitig überwog der positive Blick nach vorne: Mit Stefan Lutz stellen die Schlebuscher in der kommenden Session den neuen Karnevalsprinzen.
Nur wenige Meter entfernt standen zwei Tage zuvor historische Fahrzeuge im Mittelpunkt. wechselhafter Wettervorhersagen fanden rund 50 Fahrzeuge den Weg nach Schlebusch. Organisator Wolfgang Stelzmann zeigte sich zufrieden. Die Resonanz des Publikums sei erneut hervorragend gewesen. Zu den auffälligsten Fahrzeugen gehörte ein MAN-Lastwagen aus dem Jahr 1958, der einst als Fahrschulwagen diente. Besitzer Christoph Feldhoff hatte den historischen Lkw für Reisen umgebaut und mit Schlafmöglichkeiten ausgestattet. Ebenfalls umlagert waren mehrere BMW Isetta. Die Geschichte von Peter Schmidt sorgte ebenfalls für viel Interesse: Der Leverkusener Hobbypilot war erst kurz zuvor mit seiner roten Isetta von einer mehrwöchigen Italienreise zurückgekehrt. Daneben präsentierte der Opladener Jörg Weinhold seine in jahrelanger Arbeit restaurierte Isetta Export von 1961, die er zum Verkauf anbot. Abgerundet wurde die Ausstellung durch weitere seltene Klassiker wie einen Mercedes 190 Ponton und einen Opel Kapitän aus den 1950er Jahren. Beide Fahrzeuge erinnerten an eine Zeit, in der Automobile noch echte Statussymbole waren.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |