Gamescom 2026
Weltgrößte Spielmesse noch bis Sonntag in der Messe
- Cosplayer sorgen auf der Gamescom für spektakuläre Fotomotive.
- Foto: Alexander Büge
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Köln mutiert aktuell wieder zur Gaming-Metropole des Erdballs. Denn schon seit Mittwoch dreht sich auf der Gamescom am Messegelände in Deutz alles um Computer- und Videospiele. Hunderttausende Besucher aus aller Welt werden erwartet – und schon jetzt ist klar: 2026 ist die Messe größer als je zuvor.
Köln. Der Auftakt gehörte zunächst den Profis. Der 26. August war Fachbesucher- und Medientag; anschließend gehört die Entertainment-Welt aber vor allem den Fans. Entwickler, Publisher, Händler, E-Sportler, Cosplayer, Streamer und Spielehungrige treffen in Köln aufeinander. Die Nachfrage der Aussteller ist laut Veranstalter so hoch wie noch nie, alle verfügbaren Flächen für 2026 sind ausgebucht. Die Zahl der Aussteller lag beim Anmeldestand jedenfalls um elf Prozent über dem Vorjahreszeitpunkt, ingesamt werden 1600 von ihnen aus 67 Ländern vertreten sein.
Erstmals ist Thailand offizielles Partnerland – ein kräftiges Ausrufezeichen für die internationale Bedeutung der Kölner Spielemesse.
Auch die Namen auf der Ausstellerliste lassen die Daumen zucken: Bestätigt sind unter anderem aerosoft, Embark Studios, GIANTS Software, Konami, Level Infinite, NC und Tencent Games. Was genau die Studios im Gepäck haben, bleibt bei einer Messe dieser Größenordnung natürlich teilweise streng geheim. Sicher ist nur: Wer neue Spiele sehen, ausprobieren und darüber spekulieren will, kommt an der Gamescom nicht vorbei.
Denn klar ist: Die Messe wird auch 2026 ein Erlebnis für die Sinne: Licht, Lärm, Kostüme, Schlangen vor den Spielstationen – und irgendwo immer jemand, der gerade den nächsten großen Hit entdeckt. Die Gamescom ist dabei längst mehr als eine Verkaufsveranstaltung. Sie ist Treffpunkt für eine globale Branche, Bühne für Entwickler und ein riesiges Volksfest der Popkultur.
Auch deshalb lässt sich die Stadt das Heimspiel einiges kosten. Mit 350.000 Euro unterstützt sie erneut maßgeblich das City Festival der Gamescom. Am Samstag und Sonntag wird der Hohenzollernring zur kostenlosen Open-Air-Spielwiese – mit zwei großen Bühnen, Musik, Gastronomie und Eventständen. Auf dem Programm stehen unter anderem die Punkband Grenzkontrolle, die diesjährigen Holger-Czukay-Preisträger, die Independent-Band The Notwist und Musiker Thees Uhlmann, bei freiem Eintritt und bester Festivalstimmung.
Aber auch die Hohenzollernbrücke bekommt ihren großen Auftritt: Noch bis Sonntag um 23 Uhr leuchtet sie in den Farben der Gamescom. Die Stadt unterstützt die Illumination mit 50.000 Euro.
In Halle 10.1 wiederum zeigt das Jugendforum NRW bereits zum 13. Mal, wie vielfältig Gaming sein kann. 31 Netzwerkpartner – vom Indie-Studio bis zum Bildungsträger – stellen auf mehr als 600 Quadratmetern über 50 Stunden Bühnenprogramm und mehr als 100 Mitmachaktionen auf die Beine. Ausprobieren lassen sich außerdem mehr als 50 brandneue Videospiele aus Köln und Nordrhein-Westfalen.
Besonders spannend aus loaker Sicht: Das Kölner Entwicklerkollektiv SONA VR präsentiert erstmals eine rein auditive Virtual-Reality-Erfahrung. Virtuelle Welten sollen damit auch für Menschen mit Seheinschränkungen zugänglich werden. Erstmals dabei sind außerdem die „Able Gamers“ aus den USA, die sich für barriereärmeres Gaming einsetzen. Das Jugendforum richtet sich nicht nur an Jugendliche und Familien, sondern an alle Interessierten.
Logisch also, dass sich auch Torsten Burmester die Ehre gibt. Der Kölner Oberbürgermeister will am Freitag ab 11 Uhr mit Koelnmesse-Chef Gerald Böse über das Gelände gehen, wobei klar wird: In Köln stehen für die Gamescom nicht einfach nur fünf Messetage im Kalender, vielmehr hat man eine ganze Branche im Blick. Mehr als 60 Unternehmen aus dem Games-Bereich sitzen in der Stadt, dazu kommen Studios, E-Sport-Organisationen, Dienstleister sowie Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen. Die Botschaft der Stadt ist deshalb eindeutig: Das Herz des Gamings schlägt in Köln – und in dieser Woche hört man jeden Beat.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |