Frauenschwimmen für Chorweiler
Neues Angebot im Chorweilerbad startet am 19. September
- Mitglieder der Bürgerplattform „Stark! im Kölner Norden“, Bäderbeirat Chorweilerbad sowie Geschäftsführung und Leiter Bäderbetrieb der KölnBäder.
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Ein Wunsch aus Chorweiler wird jetzt Wirklichkeit: Ab dem 19. September gehört das Becken im Chorweilerbad samstagnachmittags für zwei Stunden den Frauen. Dahinter stehen rund zwei Jahre Bürgerbeteiligung, zahlreiche Gespräche und Umfragen mit rund 800 Teilnehmern. Das neue Frauenschwimmen soll vor allem jene erreichen, die sich zu gemischten Badezeiten nicht wohlfühlen. Zunächst läuft das Angebot als Pilotprojekt.
Ab Samstag, 19. September, gibt es im Chorweilerbad ein neues Angebot: Jeden Samstag ist dort von 15 bis 17 Uhr Frauenschwimmen angesagt. Das zunächst als Pilotprojekt geplante Angebot richtet sich an alle Frauen, die aus persönlichen, kulturellen oder anderen Gründen lieber in einem geschützten Rahmen und unter sich ihre Bahnen ziehen möchten.
Für Chorweiler bedeutet das: Frauen im Kölner Norden bekommen eine weitere Möglichkeit zum Schwimmen, ohne dafür auf andere Bäder ausweichen zu müssen. Ein vergleichbares Frauenschwimmen gibt es bereits im Genovevabad. Für beide Angebote gelten dieselben Regeln. So dürfen Mütter beispielsweise ihre Söhne bis zum Alter von sechs Jahren mitbringen.
Der Wunsch war eines der Ergebnisse eines Bürgerbeteiligungsprozesses im Stadtbezirk Chorweiler. Die Bürgerplattform „STARK! im Kölner Norden“ hatte diesen vor gut zwei Jahren im Rahmen des von der Deutschen Fernsehlotterie geförderten Projekts „Partizipation und Teilhabe im Kölner Norden“ gestartet.
Auch beim Sichtschutz musste nachgebessert werden. Für neue Vorhangsysteme wurde über die Plattform „HiermitHerz“ der Sparkasse KölnBonn ein Spendenprojekt gestartet. Das Ziel von 10.000 Euro wurde nach Angaben der Beteiligten in kurzer Zeit erreicht. Zusätzlich unterstützt die SELHA Warenhandels GmbH, die in der Region Şok-Supermarkt-Läden betreibt, das Frauenschwimmen finanziell.
Wichtig ist den Beteiligten dabei eine klare Botschaft: Das Frauenschwimmen ist interkulturell und religionsunabhängig. Es richtet sich an Frauen unabhängig von Religion, Herkunft oder kulturellem Hintergrund. Ziel ist es, Frauen einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich beim Schwimmen wohlfühlen und Sport treiben können.
Für die Besucherinnen gilt der reguläre Eintrittspreis. Die KölnBäder weisen außerdem auf ihre digitale Vorteilskarte mit vergünstigten Eintrittspreisen hin.
Und das Angebot könnte noch wachsen: Derzeit sind auch Schwimmkurse während des Frauenschwimmens geplant. Dafür suchen die KölnBäder noch selbstständige Kursleiterinnen mit Rettungsschwimmer Silber. Für die Sicherheit im Wasser wird während des Frauenschwimmens eine weibliche Wasseraufsicht eingesetzt. (bn.)
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |