Kliniken raus aus den Miesen
Städtische Krankenhäuser verbessern Bilanz deutlich
- Foto: Kliniken Köln/Schmitz
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Nach einem deutlichen Minus im Vorjahr melden die Kliniken der Stadt Köln für 2025 wieder ein positives Ergebnis. Unterm Strich stehen 0,2 Millionen Euro – nach einem Verlust von 25,1 Millionen Euro im Jahr 2024. Gleichzeitig wurden mehr Patienten behandelt und zusätzliches Personal eingestellt. Für Köln ist das vor allem deshalb wichtig, weil parallel der Umbau der Krankenhauslandschaft weiterläuft.
Die Kliniken der Stadt Köln haben ihre finanzielle Lage im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Die drei Krankenhäuser Merheim, Holweide und das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße samt Kinder- und Jugendpsychiatrie schlossen das Geschäftsjahr 2025 mit einem Plus von 0,2 Millionen Euro ab. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Verlust von 25,1 Millionen Euro in den Büchern gestanden.
Damit wurde der Wirtschaftsplan für 2025 nach Angaben der Kliniken eingehalten. Insgesamt erwirtschafteten die Häuser einen Umsatz von 431 Millionen Euro. 2024 waren es noch 410 Millionen Euro gewesen. Die Umsatzerlöse stiegen damit im Jahresvergleich um rund fünf Prozent beziehungsweise 20,8 Millionen Euro.
Gleichzeitig wurden mehr Patienten stationär behandelt. Die Zahl der Fälle erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent. Für die Kliniken war dieser Anstieg ein wesentlicher Grund für die bessere Geschäftsentwicklung.
- Das Foto zeigt diebeiden Geschäftsführer Prof. Dr. Axel Goßmann (links) und Daniel Dellmann.
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Auch beim Personal gab es Zuwachs. Die Zahl der Vollkräfte stieg um 108 und damit um drei Prozent. Neue Mitarbeiter kamen vor allem im Pflegedienst hinzu. Dadurch konnten die Kliniken nach eigenen Angaben die weiterhin hohe Nachfrage nach stationären Behandlungen besser bewältigen.
Geschäftsführer Prof. Dr. Axel Goßmann kündigt an, auch künftig Geld und Aufmerksamkeit in die Gewinnung und Bindung von Pflegekräften zu stecken. Zudem sollen die Ausbildungskapazitäten weiter wachsen. Qualifiziertes Personal sei entscheidend, um die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.
Parallel zur verbesserten Bilanz läuft der Umbau der städtischen Krankenhauslandschaft weiter. In Merheim wird Haus 20, das ursprüngliche Klinikgebäude und Bettenhaus, umfassend saniert. Die Arbeiten sollen wie geplant 2026 beziehungsweise 2027 abgeschlossen werden.
Auch in neue Medizintechnik wurde investiert. Seit 2025 kommt die roboter-assistierte Chirurgie in mehreren Klinikbereichen zum Einsatz. Darüber hinaus fließen Millionenbeträge in neue Linearbeschleuniger für die Strahlentherapie. Sie sollen im zweiten Halbjahr 2026 in Betrieb gehen.
Die Vorbereitungen für das Baufeld des geplanten Neubaus in Merheim liegen nach Angaben der Geschäftsführung ebenfalls im Zeitplan. Dort soll in den kommenden Jahren der Gesundheitscampus Merheim entstehen.
Ein weiterer Schritt wurde bereits im Frühsommer 2025 vollzogen: Das Logistikzentrum der Kliniken zog von Köln-Mülheim nach Merheim. Dadurch sollen Wege kürzer werden und die Kosten für den bisherigen Standort wegfallen.
Auch organisatorisch wollen die Kliniken weiter sparen und Abläufe vereinfachen. Doppel- und Dreifachstrukturen sollen überprüft und Prozesse verbessert werden.
Langfristig sollen die Krankenhausstandorte Merheim, Holweide und Riehl in Merheim zusammengeführt werden. Der Ausbau des Gesundheitscampus wird nach Angaben der Kliniken mit hoher Priorität vorangetrieben.
Das Ziel bleibt dabei, die medizinische und pflegerische Versorgung auf dem Niveau eines Maximalversorgers zu erhalten und auszubauen. Gleichzeitig sollen Strukturen effizienter werden. Für die Kölner bedeutet das: Während die Kliniken finanziell wieder deutlich besser dastehen, läuft der tiefgreifende Umbau des städtischen Krankenhausangebots weiter. (bn.)
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |