Bus-Beruf bringt Perspektive
Keine Flüchtlinge mehr: Elf neue Fahrer sind jetzt im Liniendienst

Zwei der erfolgreichen Job-Turbo-Absolventen: Maxamed Cismaan (l.) und Falah Hasan halten Köln in Bewegung. 
 | Foto:  Helge Neumann/KVB
  • Zwei der erfolgreichen Job-Turbo-Absolventen: Maxamed Cismaan (l.) und Falah Hasan halten Köln in Bewegung.
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Neue Fahrer für Kölns Busse – und zugleich eine berufliche Perspektive für geflüchtete Menschen: KVB und Arbeitsagentur haben ihr gemeinsames Projekt „Job-Turbo“ abgeschlossen. 13 Männer aus sieben Ländern wurden in knapp 13 Monaten zu Busfahrern ausgebildet. Elf von ihnen sind inzwischen im regulären KVB-Liniendienst unterwegs. Hinter ihnen liegen Deutschkurs, Führerschein, Fahrschule und praktische Ausbildung.

Wer in Köln mit dem Bus unterwegs ist, kann inzwischen auf einige neue Fahrer treffen: Die Kölner Verkehrs-Betriebe und die Agentur für Arbeit haben in einem gemeinsamen Projekt 13 geflüchtete Männer zu Busfahrern ausgebildet. Elf von ihnen sitzen mittlerweile selbstständig hinter dem Steuer und sind im regulären Liniendienst der KVB im Einsatz.
Das Qualifizierungsprojekt mit dem Namen „Job-Turbo“ lief knapp 13 Monate. In drei Maßnahmen wurden Teilnehmer aus insgesamt sieben Ländern auf den Beruf vorbereitet. Sie stammen aus Iran, Syrien, Afghanistan, Mali, Somalia, Eritrea und Irak.
Alle 13 Teilnehmer machten im Laufe des Projekts ihren Führerschein. Für elf von ihnen führte der Weg anschließend direkt in den regulären Fahrdienst der KVB.
Bis die Teilnehmer allein mit einem Linienbus durch Köln fahren durften, mussten sie allerdings einige Stationen durchlaufen. Los ging es beim externen Bildungsträger BBG Gesellschaft für betriebliche Beratung und Betreuung mbH. Dort stand zunächst ein achtwöchiger Deutschkurs auf dem Stundenplan, der gezielt auf den späteren Beruf vorbereiten sollte.
Danach folgten der Bus-Führerschein und der Personenbeförderungsschein. Anschließend ging es für die Teilnehmer in die Fahrschule der KVB. Dort lernten sie unter anderem die für den Verkehrsbetrieb wichtigen Tarife kennen.
Auch das Fahren verschiedener Bustypen gehörte zur Ausbildung. Die angehenden Fahrer wurden sowohl auf E-Bussen als auch auf Gelenkbussen geschult.
Bevor sie schließlich allein auf Kölns Buslinien unterwegs waren, fuhren sie zunächst gemeinsam mit einem Lehrfahrer. Erst danach folgte der selbstständige Einsatz im Linienverkehr.
Für die elf neuen Busfahrer ist die Ausbildung inzwischen Alltag geworden: Nach Sprachkurs, Führerschein und Fahrschule sind sie nun Teil des regulären KVB-Betriebs – und bringen täglich Fahrgäste durch Köln. (bn.)

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EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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