KLANGSZENENBILD
Neues Tanztheater in
St. Mariä Geburt
- Voller Motivation: (vl) Alexander Daun (Katholisch in Hürth), Projektleiter KLANGSZENENBILD, Bebê de Soares und Eugênia Labuhn (Teatro 4Garoupas); Marco Jansen (EMJAY PROJECTS), Künstlerischer Leiter KLANGSZENENBILD.
- Foto: EMJAY PROJECTS
Die Kirche St. Mariä Geburt wird in den kommenden Monaten zum künstlerischen Arbeitsort: Im Rahmen des Kulturprogramms KLANGSZENENBILD startet ein Artist-in-Residence-Programm mit der Tanztheater Company Teatro 4Garoupas. Das Ensemble entwickelt hier sein neues zeitgenössisches Tanztheater „Pools“, das sich mit Wasser, Klimawandel und sozialer Ungleichheit auseinandersetzt. Gleichzeitig sollen Jugendliche aktiv in den künstlerischen Entstehungsprozess einbezogen werden.
Hürth-Efferen (sis). „Ein inspirierender Austausch mit dem künstlerischen Team von Teatro 4Garoupas und ein spannender Entstehungsprozess des neuen Tanztheaters ‚Pools‘ stehen uns bevor. Sicherlich werden die nächsten Monate eine aufregende Zeit. Es wird ganz bestimmt eine schöne neue Erfahrung innerhalb von KLANGSZENENBILD“, sagt Marco Jansen, Künstlerischer Leiter von KLANGSZENENBILD, voller Vorfreude. Teatro 4Garoupas ist in St. Mariä Geburt längst kein unbekannter Gast mehr. Aufführungen des Ensembles sind mittlerweile fester Bestandteil des Kulturprogramms in Hürth-Efferen. Mit seinem poetischen Tanztheater für junges Publikum hat das Ensemble bereits mehrere Hundert Kinder aus umliegenden Kitas und Grundschulen begeistert. Dass die Tanztheater Company, deren Büro schräg gegenüber der Kirche liegt, nun auch ein neues Stück direkt vor Ort entwickelt, ist daher eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Zusammenarbeit.
„Wir fühlen uns in dem Kirchenraum hier an der Frongasse sehr wohl. Der Raum hat eine wundervolle Atmosphäre und ist für unser mobiles Tanztheater bestens geeignet. Die Backsteinwände strahlen eine gewisse Wärme aus, und wenn das Licht durch die bunten Fenster scheint, wärmt dies Herz und Seele“, sagt Bebê de Soares, Künstlerische Leiterin bei Teatro 4Garoupas.
„Mit großer Dankbarkeit sind wir der Einladung des Teams um KLANGSZENENBILD gefolgt und freuen uns, hier in den nächsten Wochen und Monaten unser neues Stück zu entwickeln und dann auch erstmalig hier zur Aufführung zu bringen.“
Wasser als Ressource und Privileg „Pools“ beschäftigt sich mit einer Ressource, die für alle lebensnotwendig ist und gleichzeitig zunehmend unter Druck gerät: Wasser. Der Klimawandel verschärft die Wasserknappheit und stellt damit auch unseren Umgang mit dieser Ressource infrage. Privatpools, Wasserverschwendung und die Frage, wer sich Zugang zu Wasser und damit zu bestimmten Formen von Freizeit und Luxus leisten kann, werden im Stück zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit, Klassismus und Chancengleichheit.
Dabei möchte Teatro 4Garoupas die Perspektiven junger Menschen unmittelbar in den künstlerischen Prozess einbeziehen. Jugendliche sollen nicht lediglich Zuschauerinnen und Zuschauer sein, sondern als Co-Kreatorinnen und Co-Kreatoren ihre eigenen Erfahrungen und Sichtweisen einbringen. Themen wie Wasser, Freizeit, Luxus und Ausgrenzung können so direkt in die Entwicklung des Stückes einfließen.
Auch Alexander Daun, einer der Projektleiter bei Katholisch in Hürth, begrüßt das Artist-in-Residence-Programm: „Unseren Pfarrsaal und die Kirche für diesen kreativen Zweck zur Verfügung zu stellen und ihn damit einem lebendigen Austausch zuzuführen, erfüllt mich mit großer Freude und Dankbarkeit. Es zeigt, wie gut sich unser Programm in den letzten Jahren entwickelt hat und dass Künstler das Gefühl haben, hier einen Ort der Inspiration gefunden zu haben. Der gerechte Umgang mit der Ressource Wasser, Klimawandel und die Verantwortung für die Schöpfung sind für uns Christen ein Herzensthema.“
Jugendliche werden Teil des künstlerischen Prozesses
Die Einbindung junger Menschen ist ein zentraler Bestandteil des Artist-in-Residence-Programms. Geplant ist die Zusammenarbeit mit einer Premierenklasse oder mehreren Schulklassen. „Pools“ richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen. „Wir wünschen uns einen regen Austausch mit den Jugendlichen und einen kreativen Input“, so de Soares.
Interessierte Schulen können sich direkt an Marco Jansen wenden, der Teatro 4Garoupas auch bei der Kommunikation unterstützt. Für einen ersten Kontakt genügt eine E-Mail an info@em jayprojects.de. Die weiteren Details können anschließend telefonisch oder im persönlichen Austausch besprochen werden.
Unterstützung für das Projekt willkommen
Die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Tanztheaterstücks ist mit erheblichem personellem, zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden. Deshalb freut sich das Projektteam über weitere Unterstützerinnen und Unterstützer.
Vereine, Unternehmen und private Förderer, die das Projekt unterstützen möchten, können sich gerne an Marco Jansen wenden. „Fördermittel oder Sponsorengelder sind immer hilfreich, um solche Projekte zu finanzieren. Wir freuen uns daher über jede Form der Unterstützung, die dazu beiträgt, dieses besondere künstlerische Projekt in Hürth zu realisieren“, so Jansen.
„Voller Motivation geht’s jetzt los. Wir freuen uns auf dieses gemeinsame Projekt“, sagen de Soares, Jansen und Daun unisono.
Redakteur/in:Signe Mai Slomian aus Pulheim |