Hitzige Diskussion
CDU und Grüne: Vereine sollen sich an Kosten für Sportanlagen beteiligen - Scharfe Kritik der SPD
- Die CDU-Vertreter im Sportausschuss Hans-Josef Lang und Sebastian Horst (v.l.) wollen eine Kostenbeteiligung der Sportvereine bei der Sanierung von Sportanlagen.
- Foto: Foto: Marco Jansen
- hochgeladen von Hans Peter Brodüffel
Hürth. Vereine, die städtische Sportplätze dauerhaft nutzen, sollen sich künftig an allen notwendigen Sanierungen beteiliigen. Das hat der Sportausschuss auf Antrag von CDU und Grüne beschlossen. Ziel ist es, die Sanierungskosten zu senken. Alle Vereine, die von der Sportpauschale profitieren, sollen einen Beitrag leisten, um die Nachhaltigkeit der Sportinfrastruktur zu sichern. „Wer unsere Sportvereine stärken will, muss auch die langfristige Nutzung unserer Sportanlagen im Blick haben. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Infrastruktur gehört dazu“, so Hans-Josef Lang (CDU), Vorsitzender des Sportausschusses. „Zudem sollten stärkere Anreize gesetzt werden, die einen Umgang mit den Anlagen derart fördern, dass eine möglichst lange Nutzungsdauer erfolgen kann“, heißt es in dem gemeinsamen Antag von CDU und Grüne. Die SPD kritisiert den Beschluss als „existenzgefährdenden Generalangriff auf die Sportvereine“. Die Konsequenzen könnten im schlimmsten Fall zum finanziellen Ruin von Sportvereinen führen. „Besonders perfide liest sich die Begründung des Antrags, in der CDU und Grüne den Vereinen implizit unterstellen, mit den Sportanlagen so umzugehen, dass die Nutzungsdauer verringert wird“, empört sich Frederick Schuh, sachkundiger Bürger der SPD im Sportausschuss.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Hans Peter Brodüffel aus Brühl |
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