Eine lebendige Gemeinschaft
Kirchenjubiläum und Kirmes in Westerhausen
- Vor der geschmückten Kirche sammelten sich die Gottesdienstbesucher für die feierliche Prozession zum Kirmesplatz.
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Westerhausen. Dämmerschoppen am Freitag, am Samstag und Sonntag buntes Kirmestreiben und beim Festgottesdienst eine rappelvolle Kirche: Ortsausschuss, Bürgerverein, Junggesellenverein und weitere helfende Hände zogen an einem Strang, um die Kirmes zum 125-jährigen Bestehen ihrer Filialkirche St. Michael gebührend zu feiern.
Zahlreiche Gäste von Nah und Fern feierten auch den Festgottesdienst mit. Bürgermeister Mario Dahm, der vor Jahren selbst als Ministrant in St. Michael wirkte, brachte beispielsweise den Landtagsabgeordneten Jonathan Grünewald mit, die musikalische Messgestaltung übernahmen der Uthweiler Kapellenchor mit Edgar Zens an der Orgel und die Siegburger Musikanten spielten anschließend auf. Pfarrer Hans-Josef Lahr trug in der Messe sogar ein restauriertes historisches Messgewand, auf dem der heilige Michael abgebildet ist.
Nach dem Totengedenken vor der Kirche - das traditionelle Fähndelschwenken der Junggesellen musste leider ausfallen - erinnerte Kirchenvorstand Michael Petersohn an die Geschichte des Kirchenbaus: Am 4. Oktober 1901 wurde die Kirche von Pfarrer Karl Heinrich Emonds geweiht. Erst 1910 bekam Westerhausen einen ständigen Seelsorger. 1945 wurden die Kirche und das Rektoratshaus durch Artilleriebeschuss schwer beschädigt. Doch nach dem Krieg bauten die Westerhausener ihre Kirche wieder auf und schon im Juli 1947 wurde in ihr die erste Messe gefeiert. In den 1970er-Jahren wurde die Kirche aufgrund wachsender Besucherzahlen noch erweitert. „Die Zukunft liegt in unserer Hand“, kommentierte Pfarrer Lahr. Jetzt erstrahlte das Geburtstagskind prächtig geschmückt im Festtagsglanz, und nebenan steppte auf dem ehemaligen Schulhof der Bär. Denn dort fand erstmalig und größer als bisher der weltliche Teil der Kirmes statt. Der Ortsausschuss kümmerte sich um das leibliche Wohl der Besucher, die Junggesellen um die durstigen Kehlen, die Ministranten bedachten die Süßmäuler und neben den Kirmesbuden sorgte der Bürgerverein vor allem für den Spaß der Kinder.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Christa Gast aus Königswinter |