Landes-Heimat-Preis 2022
Der Spirit von Freilingen

Staatssekretär Dr. Jan Heinisch (2.v.l.) übergab den Landes-Heimat-Preis 2022 an Simone Böhm (vorne, 3.v.l.) als langjährige und engagierte Vorsitzende des Ortskartells. Mit ihr freuten sich u.a. der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem (l.), Landrat Markus Ramers (Mitte), Ortsvorsteherin Judith Maur (4.v.r.) und Bürgermeisterin Jennifer Meuren (r.).
  • Staatssekretär Dr. Jan Heinisch (2.v.l.) übergab den Landes-Heimat-Preis 2022 an Simone Böhm (vorne, 3.v.l.) als langjährige und engagierte Vorsitzende des Ortskartells. Mit ihr freuten sich u.a. der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem (l.), Landrat Markus Ramers (Mitte), Ortsvorsteherin Judith Maur (4.v.r.) und Bürgermeisterin Jennifer Meuren (r.).
  • Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Das gut 700 Einwohner zählende Freilingen in der Gemeinde Blankenheim hat es unter die „Top Ten“ in Nordrhein-Westfalen geschafft: Das kleine Dorf im oberen Ahrtal ist für sein Projekt der „Ökologischen Dorfentwicklung“ mit dem „Landes-Heimat-Preis 2022“ ausgezeichnet worden.

Kreis Euskirchen (red). „Das Vereinskartell Freilingen hat einen bunten und kräftigen Strauß an Maßnahmen, Aktionen und Veranstaltungen zur ökologischen Dorfentwicklung gebunden“, gratulierte Staatssekretär Dr. Jan Heinisch vom NRW-Heimatministerium, der zur Preisverleihung in die Eifel gekommen war.

Begrüßt wurde er am Bürgerhaus mitten im „Golddorf“ (2020) von zahlreichen Einwohnern, unter anderem von Simone Böhm, der langjährigen Vorsitzenden des Vereinskartells, Ortsvorsteherin Judith Maur, Bürgermeisterin Jennifer Meuren und Landrat Markus Ramers. Für ihn war es ein Heimspiel, konnte er als Freilinger Bürger doch zu Fuß zum Termin kommen.

Über 200 Bewerbungen gab es zum Landes-Heimat-Preis, wie Staatssekretär Heinisch sagte. Dabei habe die Initiative des kleinen Dorfes aus der Gemeinde Blankenheim voll und ganz überzeugt. Mit seinen zahlreichen Aktivitäten verfolgt das Vereinskartell das Ziel, alle Freilinger mitzunehmen, um einen Gemeinschaftssinn für die Schönheit und die Schutzbedürftigkeit der die Gemeinde umgebenden Natur zu schaffen. Diesem Ziel widmen sich die im Kartell versammelten Vereine bereits seit vielen Jahren. Im Mittelpunkt stehen dabei Aktionen, bei denen direkt die Wirkung der eigenen Taten erlebt werden kann. Etwa bei der Anpflanzung von Obstbäumen und Wildsträuchern, bei der fröhliche Farbtupfer im gesamten Dorf schaffenden Pflanzung von über 1.000 Narzissen oder bei der Anbringung von Nistkästen, die Vögeln eine Heimat und den Freilingern ihren Gesang schenken.

Regelmäßige Müllsammelaktionen, der Aufbau des überregionalen kostenlosen Geschirrverleihs „TischleinDeckDich“ zur Müllvermeidung wie auch naturkundliche Wanderungen und die wiederum große Blumenpracht in Freilingen demonstrierende Gartenserie auf der Internetseite „Wir-in-Freilingen“ vervollständigen dieses vor Idee und Engagement strotzende Bild der ökologisch-engagierten Vereinslandschaft in Freilingen.

Von diesem Engagement war die Jury regelrecht begeistert. „Hier wurde sehr erfolgreich ein „Dorf-Spirit“ für handfeste Nachhaltigkeit, Fürsorge für die Natur und angewandte Zukunftsorientierung geschaffen“, so die Begründung. „In Freilingen werden die ökologische Gegenwart und Zukunft mit Freude und Kreativität angepackt. Sie werden nicht als Bürde, sondern als zu nutzende Chance empfunden. Das stiftet Gemeinschaft und gestaltet Heimat für die nächsten Generationen.“ Landrat Markus Ramers brachte es zum Abschluss seiner kurzen Rede auf den Punkt: „Ich bin stolz, ein Freilinger zu sein!“

Redakteur:

Holger Slomian aus Hürth

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