ISG ErftstadtCenter
„Gebäck für den guten Zweck“ bringt 1.590 Euro
- Alexandra Krause (v.l.), Elisabeth Hönig, Josie Czaja (Buchhandlung Köhl), Karin Jung (Chez Therese), Guido Fischer, Dr. Jutta Doebel (Apotheke im Erftstadt-Center) und Anja Geißler haben sich über die Spende in Höhe von 1590 Euro gefreut.
- Foto: Ruben Bartsch
Erftstadt-Liblar. Auch in der vergangenen Adventszeit wurde im ErftstadtCenter wieder genascht – und gleichzeitig Gutes getan. Die mittlerweile seit sechs Jahren etablierte Aktion „Gebäck für den guten Zweck“ der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) ErftstadtCenter war erneut ein Erfolg. Jetzt konnte eine Spendensumme von 1.590 Euro an den Hospiz-Verein Erftstadt übergeben werden.
„Wir hatten dieses Jahr eine höhere Spendenbereitschaft. Die Unternehmen haben auch mehr Plätzchen geordert, weil mehrere Filialen bestückt wurden“, berichtet Guido Fischer, Vorstandsvorsitzender der ISG ErftstadtCenter e.V. Besonders der Elektronikfachmarkt Thönig habe sich stark engagiert: „Er hat extrem viele Plätzchen bestellt und verteilt – nicht nur gegen Spenden. Es war auch ein Mehrwert für die Kundinnen und Kunden, die in die Läden kamen.“
Das Prinzip der Aktion ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Die teilnehmenden Geschäfte kaufen das Gebäck zunächst selbst und stellen es anschließend gegen eine Spende zur Verfügung. So entsteht ein doppelter Effekt zugunsten der guten Sache. In diesem Jahr beteiligten sich das Modehaus „Chez Therese“, das Sanitätshaus Brämer, Juwelier Fremerey, EP: Hönig Media GmbH, die Apotheke im ErftstadtCenter sowie die Buchhandlung Köhl.
Die Entscheidung, welche Organisation unterstützt wird, treffen die Mitglieder der ISG gemeinsam. „Wir stimmen als ISG darüber ab, wer die Spenden erhalten soll. Da wir der Meinung sind, dass der Hospizverein hier in Erftstadt eine großartige Arbeit macht, binden wir ihn auch regelmäßig in unsere Veranstaltungen wie das Oktoberfest ein und haben uns auch dieses Jahr wieder für ihn entschieden“, so Fischer.
Dass die Aktion längst zur festen Größe im Center geworden ist, zeigt eine Beobachtung von Dr. Jutta Döbel, stellvertretende Vorsitzende der ISG: „Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal erlebt, dass Kunden im Vorfeld gefragt haben, ob es wieder diese Kekse im Center gibt. So eine Tradition ist das inzwischen geworden.“
Auch über die Spendensumme zeigt sie sich erfreut: „1.590 Euro ist wirklich viel. Das kommt den Kindern direkt zugute und steht in ganz unmittelbarem Zusammenhang mit der Arbeit hier vor Ort. Es ist für Erftstadt, für Liblar – nicht irgendwohin, sondern ganz lokal. Das ist einfach schön, weil wir wissen, dass es bei den Betroffenen ankommt.“
Unterstützung für die Hospizarbeit vor Ort
Die Spende ist speziell für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst bestimmt. „Man muss vielleicht sagen: Der Hospizverein hat verschiedene Bereiche – die ambulante Begleitung von Erwachsenen, die Kinder- und Jugendhospizarbeit und die Trauerarbeit. Diese Spende geht gezielt in den Bereich der ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit“, erläutert Alexandra Krause, Beisitzerin im Vorstand.
Der Hospiz-Verein Erftstadt begleitet seit seiner Gründung 1996 schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige. Rund 50 geschulte ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter engagieren sich in der Region.
„Wir begleiten Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern, wir machen Sterbebegleitungen bei Erwachsenen, wir begleiten aber auch schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen im Leben und bieten Trauerbegleitungen in verschiedenen Formen an – in Gruppen oder einzeln für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“, beschreibt die Vorsitzende Anja Geißler die vielfältige Arbeit.
Da sich der Verein überwiegend über Spenden finanziert, sei diese Unterstützung besonders wichtig: „Wir benötigen Spenden für die Ausbildung und Fortbildung unserer Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden, für Öffentlichkeitsarbeit, um neue Ehrenamtliche zu gewinnen, und auch für Supervision. Nicht alle Begleitungen sind einfach – sie können belastend sein. Deshalb ist es wichtig, dass auch unsere Mitarbeitenden gut aufgefangen werden.“
Dabei zählt jeder Beitrag, wie Geißler betont: „Uns freut es total, ob es 50 Euro sind oder mehr, jede Unterstützung hilft.“
Mit der diesjährigen Aktion „Gebäck für den guten Zweck“ setzt das ErftstadtCenter somit erneut ein starkes Zeichen für lokales Engagement – süß im Geschmack und nachhaltig in der Wirkung.
LeserReporter/in:Ruben Bartsch aus Köln |