Neues, Altes und Leckeres
Sommer-Trödelmarkt in der Eitorfer City
- Groß war der Andrang auf dem Eitorfer Trödelmarkt auch in diesem Jahr wieder. Die vielen Besucher konnten in einem reichhaltigen Angebot aus neuen und gebrauchten Sachen stöbern und machten auch reichlich Gebrauch davon.
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Eitorf. Auch wenn er noch nicht auf eine so lange Tradition zurückblicken kann, gehört der Trödelmarkt im Zentrum von Eitorf genauso zum Jahreslauf wie die traditionelle Kirmes. Fast möchte man meinen, er zieht bald ebenso viele Besucher an. Das gute Wetter trug sicherlich dazu bei, dass so viele Menschen auf und rund um den Marktplatz das Angebot der vielen verschiedenen Stände begutachteten. Die Spanne reichte dabei von gut erhaltenen Dingen des Alltags bis hin zur Neuware. Auch an Möglichkeiten, sich mit Leckereien einzudecken, fehlte es nicht. Fast schon eine feste Größe ist der Obststand mit seinen sommerlichen Angeboten. Selbst das Kinder-Kettenkarussell vermittelte einen Hauch von Nostalgie, da es eher gemächlich daherkam. Während die Marktplatzmitte der Sonne wenig entgegenzusetzen hatte, genoss man ringsum und in der Asbacher Straße den angenehmen Schattenwurf der Bäume. Davon profitierten die Gäste der gastronomischen Angebote, die sich wie in einem Biergarten fühlen durften.
Die ersten Trödel- oder Flohmärkte in ihrer heutigen Form gab es bereits im 19. Jahrhundert. Ihr Ursprung liegt vermutlich in Frankreich oder Belgien. Sie dienten in erster Linie dazu, gebrauchte Kleidung zu verwerten und natürlich auch, Armut zu lindern, wenn man sich neue Kleidung nicht leisten konnte. Da in einigen der Sachen tatsächlich auch Flöhe ihre Heimat hatten, hatten die Märkte schnell ihren Namen weg. Angeblich gab es den ersten deutschen Flohmarkt dieser Art in Hannover. Der Künstler Reinhard Schamuhn brachte die Idee 1967 aus Paris in die niedersächsische Landeshauptstadt. Heutzutage dient der Gebrauchtwarenhandel natürlich auch dem Nachhaltigkeitsgedanken: „Was ich nicht mehr brauche, kann für jemand anderen noch sehr nützlich sein“. Und nicht zuletzt wollen die „Schatzsucher“ auf ihre Kosten kommen und nach seltenen Stücken stöbern. In Eitorf schienen auch in diesem Jahr Anbieter und Käufer wieder auf ihre Kosten gekommen zu sein.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Stefan Herkenrath aus Eitorf |