4000 Weihnachtspäckchen für ukrainische Kinder
Rotary Clubs aus Brühl, Köln und dem Umland helfen in einer großen Gemeinschaftsaktion
- Foto: Blau-Gelbes Kreuz
- hochgeladen von Norbert Schieren
Während in vielen deutschen Wohnzimmern der Duft von Plätzchen und Tannengrün liegt, erleben Kinder in der Ukraine wieder einen Winter voller Kälte, Angst und Unsicherheit. Umso wertvoller sind kleine Zeichen der Hoffnung: Am Samstag, dem 13. Dezember, trafen sich mehr als 50 Helferinnen und Helfer aus einer Vielzahl von Rotary Clubs aus Brühl, Köln und dem Umland im Spendenlager des Blau-Gelben Kreuzes in Köln.
Gemeinsam packten sie liebevoll zusammengestellte Weihnachtspäckchen für Kinder in den besonders vom Krieg betroffenen Gebieten der Ukraine. Eine kraftvolle Gemeinschaftsaktion, getragen von rotarischem Engagement und Mitgefühl.Verdoppelte Hilfe, echte Wirkung
Die Aktion ist innerhalb eines Jahres enorm gestiegen: Wurden 2024 noch rund 1.900 Päckchen gepackt, so sind es in diesem Jahr mit ca. 4.000 Stück mehr als doppelt so viele.
Jedes Paket enthält dringend benötigte Artikel wie eine warme Decke, eine Powerbank für stromlose Zeiten, Hygieneartikel, Malutensilien, Lichtketten und ein kleines Weihnachtsgebäck. Der Sachwert aller Päckchen belaufen sich auf rund 100.000 Euro, davon werden rd. 80.000 Euro von der Rotary-Initiative aufgebracht, der Rest stammt aus weiteren Spenden.Bewegende Motivation
„Als wir im letzten Jahr Videos von Kindern sahen, die unsere Pakete auspackten und zum ersten Mal seit Monaten wieder lächelten, war uns klar: Wir machen weiter. Und wir holen noch mehr Clubs ins Boot“, sagt Hans-Otto Trümper vom Rotary Club Brühl.
Auch Frank Stubben, ebenfalls Rotarier aus Brühl, packt mit an: „Es geht nicht darum, Geschenke zu schicken, sondern um Zeichen von Menschlichkeit. Wir wollen erleben, wie aus Spenden echte Hoffnung wird.“
Verteilung direkt im Krisengebiet
Die Verteilung der Pakete erfolgt über das Blau-Gelbe Kreuz e.V., das seit Jahren als vertrauensvoller Partner in der Ukraine-Hilfe agiert. Die Pakete erreichen gezielt bedürftige Kinder: Waisen, Halbwaisen, schwer kranke Kinder, Kinder mit Behinderungen oder aus kinderreichen Familien ohne gesichertes Einkommen. Verteilorte sind unter anderem Frontregionen und vom Krieg besonders betroffene Gebiete. Die Aktion wird dokumentiert und transparent nachvollziehbar gemacht.
„Diese Pakete sind für viele Kinder ein Lichtblick – vielleicht der einzige zu Weihnachten. Die Angriffe auf zivile Infrastruktur, Schulen, Wohnungen – sie hören nicht auf. Aber Mitgefühl und konkrete Hilfe aus Deutschland geben Kraft“, sagt Linda Mai vom Blau-Gelben Kreuz.
LeserReporter/in:Norbert Schieren aus Brühl |