Ausstellung im Heider Treff
Kunstfenster zeigt Werke aus Erde und Landschaft
- Besucher und Beteiligte der Ausstellungseröffnung im Heider Treff vor Werken von Willi Frommberger.
- Foto: Heider Treff
Brühl (red). Trotz starken Regens waren zahlreiche Besucher der Einladung zur Eröffnung des Kunstfensters im Heider Treff gefolgt. Gezeigt werden dort Arbeiten des Brühler Künstlers Willi Frommberger, dessen Werk sich zeitlebens mit Landschaft, Erde und deren Architektur beschäftigte.
Die Eröffnungsrede hielt Ute Remus, die Bezüge zur Brühler Kulturlandschaft der 1970er Jahre herstellte und den Bogen bis in die 2000er Jahre spannte, in denen Frommberger weiter künstlerisch tätig war. Auch Katharina Frommberger war vor Ort. Sie verwaltet und kuratiert den künstlerischen Nachlass ihrer Eltern Ruth und Willi Frommberger und stand den Besuchern für Fragen zur Verfügung.
Im Obergeschoss des Heider Treffs waren neben Arbeiten auf Leinwand auch ein Film über das Leben und Schaffen des 1936 geborenen und 2020 verstorbenen Künstlers zu sehen. Frommberger nutzte für seine Werke unter anderem Materialien aus der heimischen Braunkohle, aus der er unter anderem Bistertinte gewann. Die Erde wurde dafür gesiebt, gebrannt und anschließend als Pigment oder Tusche verarbeitet. Neben großformatigen Arbeiten entstanden in seinem Atelier in Müggenhausen auch zahlreiche kleinere Werke. Gerade in den letzten Jahren fertigte Frommberger viele Miniaturen auf unterschiedlichsten Materialien an, darunter Notizzettel, Holzstücke oder Verpackungsreste. Diese Werke sind noch bis Mitte Mai im Kunstfenster Brühl Heide ausgestellt.
Den Abschluss der Ausstellung bildet die Finissage am Donnerstag, 21. Mai, um 16 Uhr im Heider Treff an der Grubenstraße 33. Für die musikalische Begleitung sorgen Lukas und Johannes Mönch mit einem Quartett aus Säge, Gitarre, Klarinette, Schlagwerk und Gesang.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |
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