Brühl aktuell
Die große Politik kehrt nach Brühl zurück - Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
- Meilenstein der deutsch-französischen Freundschaft: Charles de Gaulle auf Schloss Augustusburg im September 1962.
- Foto: Foto Kreisarchiv Weingarten
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Brühl. Morgen, 17. Juli, kehrt mit dem Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron die große Politik nach Brühl zurück. Der Staatsbesuch von Charles de Gaulle auf Schloss Augustusburg im September 1962 war der erste offizielle Staatsbesuch eines französischen Staatspräsidenten in der Bundesrepublik. Gastgeber war Bundeskanzler Konrad Adenauer. Der Besuch war ein Meilenstein in der deutsch-französischen Freundschaft. Beim festlichen Abendessen im Schloss regte de Gaulle an, die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich vertraglich festzuschreiben. Daraus entwickelte sich der Élysée-Vertrag, der zur Grundlage der modernen deutsch-französichen Freundschaft wurde. Auch der Staatsbesuch von Queen Elizabeth II. im Mai 1965 hatte große symbolische Bedeutung. Es war der erste Staatsbesuch einer britischen Monarchin in Deutschland seit 1909 und der erste nach den beiden Weltkriegen – ein wichtiges Zeichen der Versöhnung zwischen Großbritannien und Deutschland.
Atomkooperation zwischen Frankreich und Deutschland
Vor dem Besuch in Brühl, morgen, 17. Juli treffen sich Merz und Macron auf dem Fliegerhorst Nörvenich. Dort soll ein französicher Kampfjet von Typ Rafaele, der mit Atomwaffen bestückt werden kann, und ein Eurofighter der Bundeswehr gemeinsam betankt werden. Die Aktion soll der Beginn einer Nuklearpartnerschaft sein wie sie Anfang März vereinbart worden war. Im Herbst sollen sich erstmals deutsche Soldaten an einem französischen Nuklearmanöver beteiligen. Das Thema Atomkooperation zur Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft dürfte auf Schloss Augustusburg einen großen Raum einnehmen.
Schloss Augustusburg ist Hochsicherheitstrakt
Die Vorbereitungen für den historischen Tag laufen auf Hochtouren. Die Umgebung des Schlosses ist zu einem Hochsicherheitstrakt geworden. „Höchste Priorität hat für uns die Sicherheit und der Schutz der Veranstaltungsteilnehmenden. Gleichzeitig setzen wir alles daran, die Beeinträchtigungen für die Menschen in Brühl auf ein Minimum zu reduzieren“, sagte der Einsatzverantwortliche, Polizeidirektor Thomas Book. Der Brühler Gastronom Thomas Klose wird bereits ab 4.30 Uhr mit einem zehnköpfigen Team im Café „Le Petit Max“ des Max Ernst Museums die Versorgung der Mitarbeiter des Bundeskriminalamts (BKA) und der Vertreter der Medien vorbereiten. Ab 6 Uhr bietet er Kaffee und Brötchen an. Von 12.30 bis 14.30 Uhr gibt es unter anderem Rinderkraftbrühe und Hähnchenbrust in mediterraner Tomatensauce und Zürcher Geschnetzeltes vom Eifelfschwein. Die Schausteller der Margaretenkirmes, die ebenfalls morgen eröffnet wird, dürfen übrigens erst ab 18.30 Uhr beschallen. Schließlich sollen zum Beispiel die Soundattacken des Breakdance auf dem Belvedere den Staatsbesuch nicht belasten.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Hans Peter Brodüffel aus Brühl |