Bonner Ballonfestival
Wellnessfahrt am Himmel

Alles eine Frage der Perspektive: Es heißt nicht umsonst „Heißluftballon“. Das Füllen des Ballons ist für Zuschauer stets etwas Besonderes.
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  • Alles eine Frage der Perspektive: Es heißt nicht umsonst „Heißluftballon“. Das Füllen des Ballons ist für Zuschauer stets etwas Besonderes.
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Bonn (dwo). Ballonfahren ist wie Spazierengehen, einfach mit dem Wind treiben und die Seele baumeln lassen. Ein Gefühl, dass man nur verstehen kann, wenn man selbst die Welt von oben erblickt hat. Deshalb ist das „Ballonfestival Bonn“ für Kenner und Anfänger immer die perfekte Adresse. Das beliebte Ereignis ist nach zweijähriger Pause von Freitag, 10. Juni bis Sonntag, 12. Juni erneut in der Bonner Rheinaue geplant. Den Auftakt bildet am Freitagabend ein beeindruckender Massenstart. Rund 40 Teams, darunter verschiedene Sonderformen und Modellballone, haben sich für den Event angesagt. Über das Wochenende begleitet ferner ein Familienfest mit einem tollen Rahmenprogramm die Besucher. Viele Mitmach-Aktionen werden Groß und Klein garantiert begeistern. Das traditionelle Ballonglühen am Samstagabend gestaltet sich ohne Zweifel als der Höhepunkt des Festivals. Wenn die Ballone zum Takt der Musik auf der großen Blumenwiese leuchten, lässt das gewiss keinen Zuschauer unberührt. Der Eintritt ist frei, nur die Ballonfahrten müssen vorab gebucht werden. Die Abendfahrten sind zum größten Teil allerdings ausgebucht. Interessierte können natürlich nachmittags spontan nach freien Kapazitäten fragen. Ob der Trip dann stattfindet, hängt darüber hinaus vom Wetter ab.

Auch außerhalb des Festivals ist die Tour durch die Lüfte oftmals ein nicht planbares Unterfangen. Manch einer musste schon etliche Termine verstreichen lassen, bis er die Gelegenheit für den Start bekam. Das erzählten auch einige der 19 Passagiere, die mit „Skytours Ballooning“ in der Rheinaue zu einem Ausflug abhoben. Für den Großteil der Truppe war es das erste Mal, so dass nach einer Sicherheitsanweisung durch den Geschäftsführer Hans-Joachim Häuser, der ebenfalls als Pilot fungierte, alle genau wussten, worauf sie sich einließen. Da der Korb der größte ist, der in Deutschland produziert wird, war jede helfende Hand nötig, um das Material vom Wagen zu hieven. Im Anschluss wurde der Ballon ausgelegt und mit Heißluft gefüllt. Es braucht eine gute Stunde Vorbereitung, bis man vom Boden abhebt. „Das ist quasi eine Wellnessfahrt“, verspricht Hans-Joachim Häuser und behielt recht. Bei rund fünf bis sieben Stundenkilometer verspürten die Teilnehmer zunächst das Gefühl zu stehen. Doch der Blick auf die Bonner Dächer belegte, dass es vorwärts ging. Traumhafte Ausblicke auf den Rhein mit den Brücken, den Posttower oder über das Siebengebirge, eröffneten fesselnde Perspektiven. Schwacher Wind ließ den Ballon über Bad Godesberg in Richtung Wachtberg abdriften. Gekonnt landete man schließlich auf einem Feldweg in Villip, wo alle wieder gemeinsam mit anpacken mussten. Nach einem Gläschen Sekt, bei dem der Pilot von Flug-Abenteuern über den Anden, dem Nordkap oder Italien erzählte, folgte die traditionelle Taufe der Neulinge, die mit einem „adligen“ Namen und einer Urkunde besiegelt wurde. Es war für die frischgebackenen Mitglieder der Ballonfahrerzunft bestimmt nicht das letzte Mal am Himmelszelt.

Weitere Informationen zum Festival unter www.schaufenster-bonn.de

Alles eine Frage der Perspektive: Es heißt nicht umsonst „Heißluftballon“. Das Füllen des Ballons ist für Zuschauer stets etwas Besonderes.
Aus einem Ballon heraus lassen sich tolle Eindrücke erleben. Wann genießt man den Rhein mit Brücken und Posttower schon mal von oben?
Redakteur:

RAG - Redaktion

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