Mobilitätswende
Pendlern das Umsteigen erleichtern
- Um die Mobilitätswende voranzubringen, planen Bonn und mehrere Kommunen den Bau und Erweiterung von P+R-Parkplätzen.
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Bonn/Region (red). Die Bundesstadt Bonn macht Fortschritte bei ihrer Strategie zum Ausbau von Park+Ride-Angeboten (P+R). Eine aktuelle Mitteilungsvorlage informiert die politischen Gremien über den Stand der Planungen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. Ziel ist es, den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern und die Verkehrsbelastung im Stadtgebiet zu reduzieren.
„Mit Park+Ride machen wir den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn attraktiver“, erklärt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Wer an P+R-Plätzen umsteigt, entlastet die Bonner Straßen und kommt komfortabel ans Ziel.“
Neue P+R-Plätze in Bonn
In Bonn selbst ist eine detaillierte Planung für einen sogenannten Mobilitätshub am neuen Bahnhaltepunkt in Vilich bereits auf den Weg gebracht worden. Zudem schlägt die Stadtverwaltung vor, den Parkplatz Rigal’sche Wiese in Bad Godesberg zu einem P+R-Platz umzuwandeln. Auch zu einem Standort in Ramersdorf laufen derzeit Gespräche zwischen der Stadt und den Stadtwerken Bonn (SWB).
Ein weiteres Projekt betrifft die Fläche zwischen dem Telekom Dome und dem Edeka-Markt im Stadtbezirk Hardtberg. Hier soll eine Kombination aus Park+Ride-Anlage und zusätzlichem Veranstaltungsparkraum entstehen.
Zusammenarbeit mit dem Rhein-Sieg-Kreis
Über die Stadtgrenzen hinaus arbeitet die Bonner Verwaltung an einem regionalen Park+Ride-Konzept. Bis Juni 2025 fanden Gespräche mit neun Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis statt: Alfter, Bad Honnef, Königswinter, Siegburg, Troisdorf, Bornheim, Niederkassel, Rheinbach und Wachtberg. Dabei wurden konkrete Standorte und mögliche Kooperationen diskutiert.
Auf Basis dieser Gespräche könnten folgende Standorte näher betrachtet werden:
Alfter – Alanus Hochschule: Erweiterungsfläche in privatem Besitz, zugleich Überschwemmungsgebiet
Alfter-Witterschlick: potenzielle Fläche ebenfalls in privater Hand
Bad Honnef Bahnhof: Verlegung des Bahnhofs ist kurzfristig geplant, Parkhaus denkbar
Königswinter-Niederdollendorf Bahnhof: Parkpalette oder Parkhaus auf bestehender Parkplatzfläche möglich
Königswinter Bahnhof: private Fläche östlich der Bahnstrecke mit Potenzial
Rheinbach Römerkanal: mögliche Erweiterung durch Ausbau der Parkpalette oder eines Parkhauses
Niederkassel und Troisdorf äußerten den Wunsch nach einem größeren P+R-Platz im Bereich der A565-Anschlussstelle Beuel – insbesondere im Hinblick auf den geplanten Ausbau der Stadtbahnlinie 17.
Weiteres Vorgehen
Die Stadt Bonn plant, ein Planungsbüro mit der genaueren Untersuchung mehrerer Standorte in Bonn und im Umland zu beauftragen. Ziel ist es, die vielversprechendsten Flächen für eine P+R-Nutzung herauszuarbeiten und in ein übergreifendes Konzept einzubinden.
Der Hintergrund: Bereits im März 2024 hatte der Stadtrat beschlossen, ein ganzheitliches P+R-Konzept zu erarbeiten. Dabei sollen sowohl innerstädtische als auch regionale Flächen berücksichtigt werden – inklusive möglicher Parkhausbauten.
Die Mitteilungsvorlage mit allen Details ist öffentlich einsehbar im Bonner Ratsinformationssystem.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |