Dr. Hans Riegel-Fachpreise
Von der Schule in die Wissenschaft
- 18 Schülerinnen und Schüler wurden für ihre Facharbeiten mit den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen ausgezeichnet.
- Foto: Volker Lannert/Uni Bonn
Bonn (red). Wie lässt sich Künstliche Intelligenz im Bildungskontext einsetzen? Wie wird die Farbe eines Opals beeinflusst? Und wie wirkt sich der Wärmeinsel-Effekt auf die Lufttemperatur in Bonn aus? Diesen und weiteren Fragen sind Schülerinnen und Schüler aus der Region in ihren Facharbeiten nachgegangen. 18 von ihnen erhielten dafür die Dr. Hans Riegel-Fachpreise.
Die Universität Bonn vergab die Auszeichnungen gemeinsam mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung bereits zum 19. Mal. Prämiert wurden jeweils die drei besten eingereichten Facharbeiten eines Schuljahres in Biologie, Geographie, Mathematik, Chemie, Physik und Informatik. Bewerben konnten sich Oberstufenschüler von Gymnasien und Gesamtschulen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Die Preisverleihung fand in der Aula des Uni-Hauptgebäudes statt.
„Die Dr. Hans-Riegel-Fachpreise bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, für ihre Facharbeiten ein Feedback aus der Wissenschaft zu erhalten, weitere Motivation für die Forschung zu bekommen und frühzeitig mit der Universität Bonn in Kontakt zu kommen“, sagte Klaus Sandmann, Prorektor für Studium, Lehre und Hochschulentwicklung.
Eine Jury aus Dozentinnen und Dozenten der Universität Bonn wählte die besten Arbeiten aus. Die ersten Plätze sind mit jeweils 600 Euro dotiert, die zweiten mit 400 Euro und die dritten mit 200 Euro. Hinzu kommen Tagungs- und Akademieangebote der Stiftung. Die Schulen der Erstplatzierten erhalten einen Sachpreis.
In Biologie belegte Celina Stahlke vom Felix-Hausdorff-Gymnasium mit einer Arbeit zum Einfluss unterschiedlicher Voraktivitäten auf divergentes Denken den ersten Platz. Jan Strauß vom Beethoven-Gymnasium wurde Zweiter, Gian-Marco Nöcken vom Gymnasium Zum Altenforst Dritter.
Den ersten Preis in Geographie erhielt Clara Hering vom Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasium. Sie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem täglichen Schulweg und dem Klimawandel. Simon Liebetrau vom Amos-Comenius-Gymnasium befasste sich mit der Stadtplanung in Bad Neuenahr-Ahrweiler und der hydrologischen Resilienz. Mariana Reyes Ibáñez von der Erzbischöflichen Liebfrauenschule analysierte den Wärmeinsel-Effekt in Bonn.
In Mathematik gewann Marc Pahne vom Hardtberg-Gymnasium Bonn mit seiner Facharbeit zu zirkulanten 0-1-Matrizen und ihren Eigenwerten. Amélie Maus vom Gymnasium Siegburg Alleestraße untersuchte die Beschreibung von Wellen und Schwingungen durch komplexe Funktionen. Florian Herzog vom Friedrich-Ebert-Gymnasium entwickelte ein Computerprogramm zur Analyse mathematischer Beweise.
Karina Kuberska vom Gymnasium Zum Altenforst erhielt den ersten Chemiepreis. Sie untersuchte, wie die bei der Synthese zugegebene Menge an Ethanol die Farbe eines Opals beeinflusst. Dang Hai Yen Le vom Albert-Einstein-Gymnasium Sankt Augustin verglich Teesorten hinsichtlich ihrer antioxidativen Aktivität. Philipp Richter von der Bonn International School untersuchte Lösungsmitteleffekte auf Glycin in Wasser und Ammoniak.
In Physik setzte sich Jasper Lücke von der CJD Christophorusschule Königswinter mit dem gerichteten Flug fallender Papprechtecke auseinander und gewann den ersten Preis. Marlene Ricken vom Helmholtz-Gymnasium analysierte die Klangspektren zweier Klarinetten. Urs S. Lendermann von der CJD Christophorusschule Königswinter untersuchte die Kapazität von Kondensatoren bei großen Plattenabständen.
Den ersten Informatikpreis erhielt Roman Roth vom Aloisiuskolleg für seine Arbeit über Künstliche Intelligenz im Bildungskontext und deren praktische Implementierung als Anwendung. Miklas Leonhard vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium untersuchte die Rekonstruktion gesprochener Wörter über hochfrequente Computermäuse und deren Bedeutung für die IT-Sicherheit. Darius Auding vom Felix-Hausdorff-Gymnasium entwickelte ein auf der Fouriertransformation basierendes Bildbearbeitungswerkzeug.
Peter Laffin von der Dr. Hans Riegel-Stiftung bezeichnete den Wettbewerb als Bindeglied zwischen Schule und Hochschule. Durch die Auszeichnung erhielten die Jugendlichen eine Bestätigung durch Lehrende der Universitäten und könnten erste Kontakte knüpfen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |