Therapieansätze bei ADHS
Studie sucht junge Menschen mit ADHS

Studienteilnehmende gesucht: Das Universitätsklinikum Bonn untersucht neue Therapieansätze bei ADHS. 	 | Foto: Universitätsklinikum Bonn (UKB)
  • Studienteilnehmende gesucht: Das Universitätsklinikum Bonn untersucht neue Therapieansätze bei ADHS.
  • Foto: Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Bonn (red). Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) sucht Jugendliche und junge Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefizit‑/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) für eine wissenschaftliche Studie zu neuen ergänzenden Therapieansätzen. Untersucht wird, welchen Beitrag Bewegung oder strukturierte Gespräche zur Unterstützung von Menschen mit ADHS im Alltag leisten können. Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und gemeinsam von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UKB und der Universität Bonn durchgeführt.

Teilnehmen können junge Menschen im Alter von 16 bis 24 Jahren mit einer klinischen Diagnose oder Verdachtsdiagnose einer ADHS, die sich in ambulanter psychiatrischer Behandlung befinden. Voraussetzung ist, dass bestehende medikamentöse Dosierungen – sofern vorhanden – sowie das gewohnte Aktivitätsniveau während der gesamten Studiendauer beibehalten werden. Nicht teilnehmen können Personen mit bestimmten psychischen, neurologischen oder schwerwiegenden körperlichen Erkrankungen sowie bei paralleler psychotherapeutischer Behandlung. Die genauen Einschluss‑ und Ausschlusskriterien werden im Rahmen einer Voruntersuchung geklärt.

Die Studie umfasst ein zwölfwöchiges Programm. Die Teilnehmenden werden per Zufallsprinzip entweder einer Sportintervention oder einer strukturierten Gesprächsgruppe zugeteilt. Beide Angebote finden dreimal pro Woche für jeweils 60 Minuten in Kleingruppen statt. Ergänzend gibt es einmal wöchentlich eine 30‑minütige Psychoedukation. Zusätzlich sind während der Studiendauer fünf Testtermine vorgesehen, die jeweils zwei bis vier Stunden dauern.

Bei den Testungen kommen Fragebögen, neuropsychologische Tests sowie Fitness‑, MRT‑ und Blutuntersuchungen zum Einsatz. Außerdem wird die Alltagsaktivität der Teilnehmenden mithilfe eines Smartphones erfasst. Mit ihrer Teilnahme leisten die Studienteilnehmenden einen Beitrag zur Weiterentwicklung ergänzender Therapieansätze bei ADHS.

Als Ausgleich erhalten die Teilnehmenden eine Kostenaufwandsentschädigung von 30 bis 50 Euro pro Testtermin, eine kostenlose Leistungsdiagnostik zur Fitness, ihre MRT‑Bilder sowie auf Wunsch Informationen zu den Studienergebnissen. Ansprechpartnerin für die Studie ist Julischka Borchert von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UKB.

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RAG - Redaktion

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