Familienkreis
Oma und Opa auf Zeit
- Ob beim Spielen, Vorlesen oder gemeinsamen Kochen – das Projekt „Großeltern auf Zeit“ des Familienkreis e.V. bringt Generationen zusammen und schenkt Familien wertvolle Unterstützung im Alltag.
- Foto: Symbolfoto: Marina April/stock.adobe.com
- hochgeladen von Jan L. Dahmen
Region (red). Wenn Kinderlachen durch die Wohnung hallt, ein kleiner Arm sich vertraut um den eigenen legt und man spürt, dass man wirklich gebraucht wird – dann ist das mehr als nur ein schönes Gefühl. Genau solche Momente erleben die 39 freiwilligen „Großeltern auf Zeit“, die sich beim Familienkreis e.V. in Bonn aktuell engagieren. Sie schenken Familien ihre Zeit, ihre Lebenserfahrung – und bekommen dafür etwas sehr Wertvolles zurück: Zugehörigkeitsgefühl, Lebensfreude, eine sinnerfüllte Aufgabe und das Gefühl, gebraucht zu werden.
Das Projekt „Großeltern auf Zeit“ richtet sich an Menschen im (Vor-)Ruhestand, die sich Kontakt zur jungen Generation wünschen, keine eigenen Kinder und Enkel in der Nähe haben, aber Zeit, Geduld und Empathie zu geben. Der Familienkreis e.V. bringt diese Menschen mit Familien zusammen, denen familiäre Unterstützung im Alltag fehlt besonders Alleinerziehende und belastete Familien ohne eigenes Netzwerk. So werden die Eltern gestützt und Kinder gewinnen liebevolle, verlässliche Bezugspersonen.
„Großeltern auf Zeit“ erleben, wie bereichernd es ist, Teil des Familienalltags zu werden – sei es beim Vorlesen, beim Spaziergang mit dem Kinderwagen oder beim gemeinsamen Spielen. Viele berichten von neuer Lebensfreude, gesteigertem Wohlbefinden und dem Gefühl, wieder mitten im Leben zu stehen. Es sind Begegnungen, die Isolation entgegenwirken, Selbstwert stärken und generationenverbindende Beziehungen schaffen.
Das Projekt überzeugt und der Bedarf ist groß: 63 Familien haben allein im letzten Jahr eine Vermittlung angefragt. Der Familienkreis e.V. möchte von daher noch mehr engagierte Menschen für diese Aufgabe gewinnen. Vielleicht haben auch Sie Lust, sich mit Ihrer Zeit und Ihrem Erfahrungsschatz einzubringen?
Aus ihrer langjährigen Berufserfahrung weiß Anja Henkel, Geschäftsführerin im Familienkreis e.V., dass der Schritt ins Ehrenamt gut überlegt sein will: „Deshalb begleiten wir unsere Ehrenamtlichen intensiv – durch Gespräche, Schulungen und bei allen Fragen. Und wir achten darauf, dass alle Beteiligten sich wohlfühlen, ihre Grenzen wahren und der Kontakt achtsam gestaltet wird.“
Die Arbeit im Familienkreis lebt von Engagement und Unterstützung. Neben neuen Ehrenamtlichen ist der Verein auch auf Spenden angewiesen, um Projekte wie „Großeltern auf Zeit“ langfristig anbieten zu können. Die Stiftung Bonner Altenhilfe unterstützt das Projekt bereits dabei, Teilhabe im Alter zu ermöglichen – aber es werden regelmäßig Spenden benötigt.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen – ob als „Großeltern auf Zeit“ oder als Fördermitglied: Der Famlienkreis e.V. freut sich auf neue Gesichter, um gemeinsam etwas zu bewegen – für Familien, für Kinder und für das Miteinander der Generationen.Kontakt:
Familienkreis e.V.
www.familienkreis-bonn.de
info@familienkreis-bonn.de
Tel: 0228-18464205
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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