TKSV-Jubiläum
120 Jahre in Bewegung
- Einblick ins Cheerleading.
- Foto: we
Hardtberg (we). Wenn man heute vom TKSV spricht, weiß jeder, dass Duisdorfs größter Sportverein gemeint ist. Das war vor 120 Jahren, dem Gründungsjahr des Vereins, anders. Beides, das Gestern und das Heute, spielte eine Rolle beim großen Jubelfest des Vereins in der Hardtberghalle.
Vom Ringersport zum Breitensportverein
Als Turn- und Kraftsportverein Duisdorf gegründet und mit dem Ringen als Renommiersportart gestartet, ist der Verein heute vor allem im Breitensport aktiv, wie TKSV-Präsident Michael Andreas Möller betont.
„Ich halte nicht viel davon, lediglich den Leistungsgedanken zu sehen und als Erfolgskriterium auszumachen“, sagt er. „Wir sind als Hardtberger Verein für alle da. Klar, unsere Volleyballer sind gerade aufgestiegen, auch die Ringer sind ambitioniert. Und das Cheerleading ist über Bonns Grenzen hinaus bekannt. Dennoch: Was wir für die Senioren leisten, hier mit Susanne Mockenhaupt, oder für die Kids, die wir von der Straße wegbekommen wollen, ist besonders.“
Mit gut 1200 Mitgliedern ist der TKSV ein bedeutender Player in Bonn. Die laufenden Geschäfte des Vereins erledigt ein geschäftsführender Vorstand, der aus drei Personen besteht und sich die Aufgaben teilt.
Herausforderungen im Ehrenamt
Wie soll es weitergehen mit dem Verein? „Wir sind erst mal froh, dass wir uns konsolidieren konnten“, so der Vereinspräsident. „Es ist nicht so einfach, Ehrenamtler zu finden, die dem Verein zur Verfügung stehen. Das qualifizierte Übungsleiterreservoir ist ebenfalls so gut wie ausgeschöpft. Insofern sind wir froh, unser Leistungsangebot halten zu können.“
Und das kann sich sehen lassen. Neben den Angeboten im Volleyball, Cheerleading und Ringen gibt es ein Dutzend weiterer Sportarten und Maßnahmen wie Turnen, Yoga oder Seniorensport.
Ringen: Fairness, Fitness und Taktik
Nehmen wir das Beispiel Ringen. Hier sind Michael Schubert und Daniel Persch die Protagonisten. Was hat der Mensch davon, wenn er ringt?
„Das ist eine prima Möglichkeit der Körperwahrnehmung, Fitness zu gewinnen, Fairness zu erlernen und nicht zuletzt Spaß zu haben. Es geht beim Ringen nicht etwa darum, den Gegner fertigzumachen, sondern ihn vielmehr mit fairen Mitteln im ehrlichen Zweikampf zu besiegen. Und das kann man bei uns schon ab fünf Jahren lernen, egal, ob Junge oder Mädchen.“
Daniel Persch ergänzt: „Natürlich braucht man auch den Verstand, geht es doch darum, Taktiken anzuwenden.“
Cheerleading mit Teamgeist
Dann vielleicht doch lieber Cheerleading? Kirsten, die Leiterin der Abteilung, gibt Auskunft:
„Man lernt Körperbeherrschung: tanzen, turnen und Hebefiguren. Und Jumps. Gleich, ob Junge oder Mädchen. Spaß haben sie hier alle, trotz der Konzentration, die natürlich vonnöten ist.“ Der Sport komme ursprünglich aus den USA und sei zunächst als Unterstützungsleistung für Sportvereine entstanden. Heute habe sich das längst geändert. „Ganz wichtig: Cheerleading fördert den Teamgeist. Hier muss sich einer auf den anderen verlassen.“
Der TKSV verfügt über acht Cheerleading-Teams mit jeweils rund 20 Mitgliedern.
Angebote für jedes Alter
Und für Normalos? Da gibt es zum Beispiel Pilates, Yoga und Seniorenturnen. Susanne Mockenhaupt ist hier die Vorturnerin.
„Ich kann die Leute wirklich von Anfang an bis zur reifen Leistung individuell begleiten“, freut sie sich. Dabei steht vor allem die Gesundheitsvorsorge im Mittelpunkt.
Gegründet vor 120 Jahren, blickt der TKSV Duisdorf auf eine lange Geschichte zurück. Zugleich zeigt das breite Angebot, dass der Verein auch heute Menschen aller Altersgruppen für Bewegung und Gemeinschaft begeistern möchte.
Mehr zum Verein auf https://www.tksv-duisdorf.de
Redakteur/in:RAG - Redaktion |