Gemeinnützige Innovationskraft
Neue Ideen
für mehr Gemeinwohl
- Entwickeln nachhaltige und gemeinwohlorientierte Innovationen: Die Teams von der Impact Pitch Night.
- Foto: enaCom/Uni Bonn
Bonn (red). Wenn ein Saal mit rund hundert Menschen so still wird, dass man eine Präsentationsklicker hören könnte, zeigt das meist zweierlei: echtes Interesse und die Hoffnung auf neue Ideen. Beides prägte die erste „Impact Pitch Night“ im Digital Hub Bonn, bei der fünf Teams aus der Region zeigten, wie Gemeinwohlorientierung und Unternehmergeist zusammenfinden können. Die Veranstaltung ist Teil des Verbundprojekts „SoNaR“, getragen von der Alanus Hochschule, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der „Universität Bonn. Ihr gemeinsames Ziel: eine Gründungskultur fördern, die gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Herausforderungen adressiert.
Im Finale traten fünf Teams gegeneinander an. Am Ende überzeugte vor allem das Konzept von „femi-on“: eine medikamentenfreie Innovation zur Linderung von Menstruationsschmerzen. Dafür gab es den ersten Preis und 3000 Euro. Das Start-up „mobilityhq“ aus der „hochschule bonn-rhein-sieg“ belegte Platz zwei. Die Gründer stellten ein Dashboard vor, das Mobilitätsdaten intelligent auswertet und Kommunen bei der Verkehrsplanung helfen soll. Platz drei ging an die Science-Music-Show der „universität bonn“, ein Format, das Livemusik und Experimente kombiniert, um Themen wie die Energiewende verständlich zu vermitteln.
Auch die Alanus Hochschule war mit einem eigenen Finale-Team vertreten: „interregioreconnect“ präsentierte Ideen für einen nachhaltigeren Regionalverkehr. Zudem zeigte „saferouty“ der Universität Bonn, wie eine App sichere Wege nach Hause sichtbarer machen kann.
Eingerahmt wurde der Wettbewerb von einer Keynote der Unternehmerin Rebecca Göckel, Mitgründerin der veganen Eismarke „nomoo“. Sie betonte, dass wirkungsorientierte Geschäftsmodelle längst kein Nischenphänomen mehr seien. Die Moderation übernahmen Paul Ziegler und Lukas Kiefer von der Alanus Hochschule, die das SoNaR-Projekt gemeinsam leiten. Ziegler hob hervor, dass die hohe Qualität der Bewerbungen zeige, wie stark die Region inzwischen im Impact-Bereich aufgestellt sei. Mit Gründungswerkstatt und kostenloser Beratung wolle man diesen Schwung gezielt stärken.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |